Thomas Lexington hat es geschafft. Endlich konnte er sein eigene Café eröffnen. Die Leute in Albin, Colorado, scheinen darauf gewartet zu haben, denn es läuft von Angang an gut. Die Kaffee-Spezialitäten kommen sehr gut an. Thomas ist zufrieden.
Als Asher seinen Laden betritt, stockt ihm jedoch der Atem. Der Typ ist ein echter Cowboy, und er will einen Kaffee. Normalerweise holt er ihn sich an der Tankstelle, die wird aber gerade umgebaut.
Thomas und Asher blicken sich in die Augen – und es ist um beide geschehen. Asher kommt nun jeden Tag, um seinen Kaffee zu holen, inklusive Smalltalk. Aber eines Tages fragt er ihn, ob Thomas nicht Lust auf eine Wanderung hat.
Es ist vollkommen klar, dass aus den beiden etwas werden könnte. Aber es gibt ein Problem: Thomas ist geoutet, Asher nicht. Thomas will keine Beziehung mit jemandem, der nicht out ist, aber Asher will den Schritt nicht wagen.
Der Roman „The Cowboy and the Barista“ von S.C. Wynne hat eigentlich alles für eine herrlich romantisch-schleimige Geschichte. Aber leider ist die Story wirklich sehr anstrengend, wie überhaupt die komplette Buchgestaltung vollkommen misslungen ist.
Die Geschichte: Auf echt nervige Weise kreisen die beiden Männer die ganze Zeit umeinander. Thomas ist hochempfindlich, wenn es um Asher und seine Versprechen geht, und es ist wirklich unangenehm, wie er sich stellenweise echauffiert. Asher hingegen ist auf eine seltsame Art schüchtern, ängstlich und naiv, dass es auch schon weh tut. Zwar braucht ein Roman Spannungsbögen und Konflikte, hier wirken sie aber an einigen Stellen absolut albern.
Hinzu kommt, dass einige Kapitel extrem ausgewalzt sind und seitenlange Dialoge geführt werden, die diese Ausführlichkeit nicht verdient haben.
Das Buch: Während das Cover durchaus passt, man sieht die beiden Männer, ist der Buchrücken optisch quasi unlesbar. Weiße Großstaben auf schwarzem Grund, klein und eng bedruckt – wirklich grässlich und komplett kontraporoduktiv.
Im Buchinneren hat jeder Absatz auch eine Leerzeile, und der Roman hat viele Absätze. Das sieht leider nicht sehr professionell aus. Auch bei Büchern im Selbstverlag sollte da mehr drin sein.
Hinzu kommt die an vielen Stellen schlimme Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche.
Bei diesem Buch überwiegt am Ende ein großes „Schade“.
S.C. Wynne: The Cowboy and the Barista
Amazon, 433 Seiten
5/10
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