Guillermo del Toros Pinocchio

Italien in den 1930ern. Pinocchio (Stimme: Toni Wegewitz) ist vom Tischler Gepetto (Freimut Götsch) erschaffen worden, und es scheint, als ob es nicht irgendeine Holzpuppe ist. Sie lebt. Pinocchio ist ein richtiger Junge. Nun hat Gepetto doch noch einen Sohn, für ihn geht ein Traum in Erfüllung, nachdem sein richtiger Sohn im Krieg gestorben war.
Doch Pinocchio ist nicht liebe Junge, den sich der Alte gewünscht hat, stattdessen macht er viel Unsinn. Und das alles im mehr und mehr faschistischen Italien.

„Guillermo del Toros Pinocchio“ gehört zu den Netflix-Produktionen, die es auch ins Kino geschafft haben, um bessere Filmpreis-Chancen zu haben. Es handelt sich um einen Stop-Motion-Animationen, das Design orientiert sich an den 2002 veröffentlichten „Pinocchio“-Zeichnungen des US-Kinderbuch-Illustrators Gris Grimly. In dieser Hinsicht kann der Film auch voll überzeugen. Den Figuren zuzuschauen, wie sie sich bewegen, wie sie sprechen – das ist toll.
Mit fast zwei Stunden ist der Film allerdings zu lang geworden, so lange kann er auch nicht die Spannung halten, wenn es auch immer wieder schöne Momente gibt. Der Film schwankt zwischen Heiterkeit und Düsternis, wenn es beispielsweise darum geht, dass der Mensch sterblich ist. Im Gegensatz zur Holzpuppe, die ihre Unsterblichkeit allerdings auch verloren hat.

-> Trailer auf Youtube

„Guillermo del Toros Pinocchio“
USA 2021, Regie: Guillermo del Toro, Mark Gustafson
Netflix, 114 Minuten, ab 12
6/10





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