Susan Juby: Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

Die Freunde Normandy, Dusk und Neal gehen in die 11. Klasse. Sie starten ein Experiment: Einmal pro Woche sucht sich einer oder eine von ihnen eine Person in ihrem Umfeld aus und stellen ihr eine Frage. Diese muss sie wahrhaftig beantworten. Es sind Fragen, die sich irgendwie alle in der Schule stellen. Nimmst du Drogen? Hast du deine Brüste machen lassen? Bist du schwul?
Mit dieser Aktion treten die drei ganz schön was los.
Unterdessen hat Normandy, die von den meisten Norm genannt wird, eigene familiäre Probleme. Ihre Schwester ist erfolgreich im Internet, verdient viel, scheint aber ihre Familie zu hassen.

„Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen“ heißt der Roman von Susan Juby. Und im Grunde ist schon der Buchtitel nicht ganz zutreffend.
Eigentlich ist der Roman ein Essay. Also, was man so Essay nennt. Genau genommen erzählt Normandy die Geschichte ihres Experimentes. Die Kapitel sind jeweils mit einem Datum versehen, die Geschichte erstreckt sich über etwa sechs Wochen. Der eine Tag, wo irgendwas gewesen sein soll, spielt dabei nicht wirklich eine große Rolle.
In den ersten zwei Dritteln des Buches ist die Geschichte schlicht öde. Norm erzählt in der Ich-Form. Sie schweift ab und berichtet leider ziemlich viel uninteressantes Zeug. Dabei geht die eigentliche Geschichte fast schon unter.
Der ganze Roman ist durchzogen mit Fußnoten, die teilweise ebenfalls die reinste Laberei sind.
Hätte man den Kern der Geschichte besser rausgearbeitet, hätte daraus ein richtig guter Roman werden können. Das merkt man, als im letzten Drittel wirklich so was wie ganz leichte Spannung aufkommt.

Susan Juby: Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen
cbj, 352 Seiten
3/10


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