phoenix vor Ort: Merkels Kandidatur

SO 20.11.2016 | 18.15 Uhr | phoenix

Immer wieder ist sie gefragt worden: Wird Angela Merkel auch 2017 wieder für die CDU als Kanzlerkandidatin antreten?
Am Sonntagabend gab sie die Antwort: ja. Sie wird.

phoenix übertrug die Pressekonferenz live, und auch die Fragen der Journalisten im Anschluss an das Merkel-Statement. Aber manchmal fasst man sich an den Kopf: Nun hat Merkel Ja zu 2017 gesagt, und schon wollte eine Journalistin wissen, wie sie denn eigentlich aus diesem Hamsterrad rauskomme und wie das denn im Jahr 2021 aussehe.
Klar, Merkel konnte dazu nichts sagen, sie merkte nur an, dass ja auch niemand wisse, ob die fragende Journalistin dann noch an Bord sei. Blöde Frage gut gekontert.


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Kommentare

18 Kommentare zu „phoenix vor Ort: Merkels Kandidatur“

  1. ThomasS

    Während der Lindenstraße poppte plötzlich im unteren Bildschirmteil eine riesige Ankündigung auf:

    MERKELS ENTSCHEIDUNG – DAS Exklusiv-Interview heute bei Anne Will!

    Was zum Geier hat Merkel da entschieden, dass es so sensationsträchtig angekündgt werden musste?!? Ich hatte keine Ahnung. Mein erster Gedanke: Sie hat ihren Rücktritt angekündigt. Dann habe ich per Videotext erfahren, sie hat angekündigt, dass sie weitermachen und sich als Kanzlerkandidatin zur Wahl will. Welch eine Sensation aber auch! Damit hat ja nun wirklich niemand gerechnet. ^^

    Vielleicht bestand die Sensation aber auch darin, dass Mekel überhaupt mal eine Entscheidung getroffen hat. So würden das vermutlich Urban Priol und seine Kollegen vom poltischen Kabarett interpretieren.

  2. ThomasS

    Merkel ist sozusagen „alternativlos“ – eine Vokabel, die sie im Rahmen der Griechenland-Krise selbst geprägt hat.

    Wer soll da aber auch sonst für die CDU kandidieren.

    Daher hat sich die außerparlamentarische Opposition von rechts vermutlich auch den Namen „Alternative für Deutschland“ gegeben.
    Das habe ich erst jetzt so richtig kapiert.

    Ich gebe zu:
    Manchmal habe ich eine recht lange Leitung.

  3. RT

    Das stimmt allerdings. 😉

  4. ThomasS

    Hm … ich hoffe, du beziehst dich nur auf meine Aussage bezüglich der AfD.
    Ich wette, vielen potenziellen AfD – Wählern war der Zusammenhang auch nicht klar!

    Die sprüchtliche Wahl zwischen Pest und Cholera scheint in der Weltpolitik derzeit Schule zu machen. 🙁

  5. RT

    Ich bezog mich auf deinen letzten Satz. 😀

    Was Pest oder Cholera angeht – würde ich nicht so ausschließlich sehen.

  6. ThomasS

    Korrektur: Die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera scheint in der Weltpolitik derzeit Schule zu machen. 🙁

  7. ThomasS

    Wie ich schonmal schrieb: Bei den C-Parteien hat es eine gewisse Tradition, sich seine Kronprinzen (bzw. Kronrinzessinnen) heranzuzüchten, die dann möglichst lange regieren, weil sie alternativlos sind. In Bayern funktioniert dies System sogar noch bissl besser als im übrigen Deutschland. Mittlerweile überzeugt das aber nicht mal mehr die Leute, die sich als Reichsbürger bezeichnen und die nach eigener Aussage eine Wiedereinsetzung der alten Monarchien wünschen.

    Ironie der Geschichte: Vor rund 160 Jahren sind auf deutschem Boden Revolutionäre auf die Straße gegangen, um das Land von der Willkür der Adelsherrschaft zu befreien. Heute fordern Revolutionäre ebendies wieder zurück, nachdem es die bürgerlichen Parteien auch bloß zu einer blassen Kopie der damaligen Verhältnisse gebracht haben.

    Es sei denn, die Reichsbürger halten mit ihrer wahren Absicht hinterm Berg und es ist ein ganz anderes „Reich“, das sie anstreben.

    Die Bundestagswahl wird’s weisen …

    Helmut Kohl hat sich anno 98 nochmal zur Wahl gestellt, obwohl niemand daran geglaubt hat, dass er eine weitere Amtsperiode durchstehen würde. Entsprechend bekam seine Partei die Quittung: Die Sozis haben das Rennen gemacht und Rot/Grün hat das Land endgültig ruiniert. Erzähl mir nichts von Alternativen!

  8. ThomasS

    Die sogenannten Alternativen sind nichts weiter als die üblichen Verdächtigen … die ewig Gestrigen, die in einer Krisensituation Morgenluft wittern und unter anderem Namen aufttrumpen wollen.

  9. ThomasS

    Clinton hätte in den USA dafür gesorgt, dass alles weiterläuft wie bisher.
    Aber sie wurde halt nicht gewählt.

    Gewiss:
    Die Demokratie bzw. das Wahlsystem funktioniert in den USA anders.
    Da hat der Präsident deutlich mehr zu sagen. Und die Wahl erfolgt indirekt über „Wahlmänner“ und nach Bundesstaaten, wobei am Ende des Tages das Prinzip gilt „The winner takes it all“. Hat eine Partei in einem Bundesstaat auch nur hauchdünn verloren, so fallen sämtliche Stimmen an den Gewinner. D.h., alle Stimmen für Clinton sind dann sozusagen nichtig. Das kommt mir beinah vor, als wäre das System in Las Vegas ausgetüftelt worden. Aber wer bin ich, das Wahlsystem der USA zu kritisieren.

    Wir haben hier glücklicherweise ein anderes Wahlsystem.
    Und dennoch …

    Der einzige Grund, Merkel bzw. die jetzige Regierung zu stärken, wäre, dass sie in der Vergangenheit zuverlässig für Stabilität gesorgt hat. Eine neue Regierung unter einer Kanzerlin Frauke Petry wäre zwefellos auch nicht uninteressant. Allein schon der Anblick von Merkels Gesichtsausdruck, wenn sie ihrer Nachfolgerin zum Sieg gratulieren muss, wär’s beinah schon wert. ^^

    Aber Vorsicht: Mit dieser „Denkzettel“-Politik haben sich bereits die Briten ins eigene Fleisch geschnitten. Nicht mal die Stimmungsmacher selbst haben dort an den Erfolg ihrer „Brexit“ Kampagne geglaubt. Gleich am nächsten Tag haben die sich alle sachte verpisst: Nach uns die Sintflut!

    Will ich, dass solche Eintagsfliegen Deutschland regieren, die das gar nicht ernst meinen und mit der Regierung eigentlich gar nix anzufangen wüssten? NÖ!

    Dann lieber doch nochmal 4 Jahre Merkel.
    Im Gegensatz zu Kohl damals ist sie ja noch recht fit für ihr Alter.
    Der charismatische Steinmeier wird ja nun schon Bundespräsident.
    Wen sollte die SPD dann noch als Gegenkandidaten aufstellen.

  10. ThomasS

    >Will ich, dass solche Eintagsfliegen Deutschland regieren, die das gar nicht
    >ernst meinen und mit der Regierung eigentlich gar nix anzufangen wüssten?
    >NÖ!

    Das wäre fast derselbe Wahnsinn, als würde ich einem Kind den Zündschlüssel für mein Auto in die Hand drücken, mich selbst auf den Beifahrersitz setzen und sagen „Jetzt fahr mich mal nach München“.

  11. RT

    Martin Schulz wäre noch ein Kandidat für die SPD.

  12. ThomasS

    Es schaut ein bisschen danach aus, dass er entsprechende Ambitionen hat.
    Aber ob Schulz das Zeug zum Kanzler hätte?

  13. RT

    Eher als Gabriel.

  14. ThomasS

    Warum?

  15. RT

    Weil Gabriel immer wieder heute das fordert und morgen das Gegenteil.

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