Letzte Worte.
Viele Menschen haben vor ihrem Tod nicht mehr die Chance, loszuwerden, was sie noch sagen möchten. Eine Beichte abzulegen. Oder ein Liebesgeständnis. Und einen letzten Rat.
Stella gibt diesen Menschen so eine Chance. Sie schreibt auf, was ihr ihre Patienten diktieren.
Stella arbeitet in einem Hospiz, und sie schreibt Abschiedsbriefe im Auftrag ihrer Patienten. Wenn diese gestorben sind, dann macht sie sich auf den Weg, den Brief zuzustellen.
„Zwanzig Zeilen Liebe“ erzählt aber nicht nur von diesen Briefen. Wir lernen auch eine schwerkranke junge Frau kennen, die ihr Leben nicht aufgeben will. Hugh, der einen der Briefe bekommt – von seiner Mutter, von der er glaubte, sie habe sich umgebracht, als er zehn war.
Rowan Coleman hat keinen herausragenden Roman geschrieben, er ist weder besonders aufregend oder beeindruckend. Dennoch handelt es sich bei ihrem Roman um eine Ansammlung von Geschichten, die interessant sind, die Spaß machen oder auch traurig sind. Immer abwechselnd, wie in Fernsehserien, werden die einzelnen Storys kapitelweise abwechselnd weitererzählt. Dazwischen bekommen wir einen Einblick in die vielen Briefe, die Stelle schreibt.
Im Original heißt der Roman übrigens „We are all made of Stars“ – insofern ist der pilcherige deutsche Titel ziemlich verunglückt, zumal von 20 Zeilen nirgendwo die Rede ist. Schade.
Rowan Coleman: Zwanzig Zeilen Liebe
Piper, 412 Seiten
7/10
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