XXY

Alex (Inés Efron) ist 15 und muss nicht nur mit ihrer Pubertät klarkommen, wie alle anderen Jugendlichen. Alex ist Mann und Frau, hat weibliche und männliche Geschlechtsmerkmale: Brust und Penis. Immer wieder ist sie gesellschaftlichen Anfeindungen ausgesetzt. Von den Jungen im Ort wird sie gemobbt.
Ihre Eltern überlegen hin und her, soll sie weiter Medikamente nehmen, dass ihre Weiblichkeit vorangetrieben wird? Eine Operation? Wenn das nicht passiert, werden sich nach und nach männliche Merkmale herausbilden – wie zum Beispiel ein Bart.
Freunde bekommen zu Besuch: ein Chirurg mit seiner Frau und Sohn Álvaro (Martín Piroyansky). Bei dem Teenie geht Alex gleich ganz klar ran: Sie will Sex mit ihm haben. Dazu kommt es dann auch, nur verläuft der ganz anders, als Álvaro es erwartet.
„XXY“ beschäftigt sich mit einem Thema, das der Öffentlichkeit trotz völliger Offenheit relativ unbekannt ist: Intersexualität. Die Gefühlswelt eines jungen Menschen, die völlig aus den Fugen gerät. Und die Unbeholfenheit, die Angst – auch ihrer Familie und Freunde.
Lucía Puenzo legte mit ihrem Regiedebüt „XXY“ einen einfühlsamen Film vor, voller Ehrlichkeit und Wärme. Nicht umsonst wurde das Werk 2008 mit dem Goya für den besten ausländischen Film in spanischer Sprache ausgezeichnet.

9/10


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