Up! Up! To The Sky

Arnold (Max Riemelt) hat nur ein Ziel: Er will zu seinem Heimatstern zurück. Dorthin, wo ihn sein Vater schon erwartet. Er hält sich für einen Außerirdischen hält und baut an einem Fluggerät, dass ihn von der Erde wegbringen soll. Doch es funktioniert nicht, und der junge Mann arbeitet weiter verbissen daran. Als es wieder einmal schief geht, wird er in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Seine Mutter Ida (Katja Riemann) ist verzweifelt: Das kann nicht das Richtige für Arnold sein. Ihr Freund und Arzt Emil (Armin Rohde) soll helfen. Arbold unterdessen verdreht in der Klinik der jungen Doktorandin Wanda (Anneke Kim Sarnau) den Kopf.
Auch wenn der Filmtitel in dieser Form ein wenig unglücklich und sperrig ist – Regisseur Hardi Sturm hat einen wundervollen Streifen auf die Leinwand gebracht.
Die durchweg hervorragenden Schauspieler erzählen eine Geschichte über Liebe und Zuneigung, über Genie und Wahnsinn. Es geht um Überwindung und Begreifen. Und um das Gehenlassen. Verankert im hohen Norden Deutschlands, wo auf dem Lande die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, vermittelt der Film eine angenehme Ruhe. Erst sehr viel später bekommt man überhaupt mit, dass die Handlung in der heutigen Zeit spielt. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein rund um Ida und Arnold. Alles andere bedeutet einen Ausbruch aus dieser kleinen Welt. Dies ermöglicht dem jungen Mann nur Wanda, als sie mit ihm nach Hamburg fährt.
Auch die Musik kann in diesem Film voll überzeugen. Einen gewaltigen Dämpfer erfährt „Up! Up! To The Sky“ tatsächlich nur in den letzten Sekunden. Man könnte sagen: Er hat eine Einstellung zu viel – und auch die Abspannmusik erscheint stimmungsmäßig unpassend. So kann man ein Ende echt ruinieren.

9/10


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