Ein fliehendes Pferd

Seit zwölf Jahren fahren Helmut (Ulrich Noethen) und seine Frau Sabine (Katja Riemann) im Sommer zum Bodensee. Doch eines Tages ist alles anders: Klaus Buch (Ulrich Tukur) und seine junge Freundin Helene (Petra Schmidt-Schaller) treten ins Leben der beiden. Klaus, der einfach nur laut, vulgär, einfach nur widerlich ist und Helene, die… ja, man kann sagen: Helmut zeigt ein gewisses Interesse an ihr.
Klaus provoziert Helmut mehr und mehr, was mit der Zeit auch Folgen hat.
„Ein fliehendes Pferd“, nach einer Novelle von Martin Walser ist kein sehr einfacher Film. Sein Problem ist schon die Werbung: Wer soll die Zielgruppe sein? Die jungen Zuschauer eher weniger, vielleicht fühlen sich Kinogänger 50 plus angesprochen. Die Spots, die für den Film werben, sind eher kontraproduktiv, man möchte fast sagen: abstoßend.
Und tatsächlich: Stellenweise ist der Humor gewöhnungsbedürftig. Sexuelle Anspielungen, die auf schwitzige Altherrenphantastereien schließen lassen, sind nicht Jedermanns Sache.
Aber der Film hat seine guten Momente. Und eigentlich ist die Geschichte auch recht interessant. Wie Helmut aus der Reserve gelockt wird. Wie sich mehr und mehr zeigt, welche Risse die Ehe zwischen ihm und Sabine hat.
Bleibt am Ende: Nicht so übel, wie er den Eindruck in der Werbung vermittelt – aber auch nicht richtig gut. Aber immerhin.

6/10


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