MI 04.11.2026 | 21.45 Uhr | BR Fernsehen
Die Dritten Programme der ARD sollen ja eigentlich für die Regionalnachrichten zuständig sein. Die wichtigen Storys und Leute aus dem Sendegebiet.
Beim Bayerischen Rundfunk scheint man das anders zu sehen, denn im BR Fernsehen spielen Regionalnachrichten eine seltsam untergeordnete Rolle.
Während in den meisten Dritten um 19.30 Uhr die Regionamagazine laufen, gibt es sie im BR Fernsehen schon um 17.30 Uhr. Vor der Tagesschau zeigt man lieber eine eigene Soap, die sich der BR noch leistet.
Die eigentliche Nachrichtenmarke BR24 scheint vor allem dagegen für Deutschland- und Weltnachrichten reserviert zu sein. Da ist Bayern dem BR scheinbar zu poplig.
Zum Beispiel die Spätausgabe von BR24. Während es beim rbb oder beim NDR, SWR oder hr rund um 22 Uhr noch mal regionale News gibt, schert sich der BR da gar nicht drum.
Am Mittwochabend zum Beispiel.
Es war der Abend an dem bekannt wurde, dass der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger tot in einem Hotel in Berlin-Mitte aufgefunden wurde.
Die Meldung kam eine gute Viertelstunde vor Beginn der „BR24-Spätausgabe. Dementsprechend gab es am Anfang der Sendung nur eine erste Meldung.
Und dann? Midterms in den USA. Mit Korrespondentenschalte und allem drum und dran. Auch ein Beitrag über den verstorbenen Autor Janosch gab es noch – und weitere Kurzberichte aus Deutschland und der Welt.
Warum muss der BR eigene überregionale Nachrichten produzieren? Warum muss er den hauseigenen Tagesthemen Konkurrenz machen? Warum konzentriert sich der BR nicht mehr auf regionale Themen?
Es wird Zeit, dass sich der BR auf seine Kernkompetenzen besinnt und sie höher priorisiert.
Der Tod von Hubert Aiwanger ist dann am Ende der Sendung am Mittwochabend nochmal thematisiert worden, und 30 Minuten später lief eine Sondersendung. Immerhin.
-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 4. Dezember 2026)
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