(1) -> 7.11.2019
Die Sache mit dem Handy-Partyspiel ist überstanden, die Freundesgruppe steht seitdem ziemlich unter Druck.
Leo (Elyas M’Barek) und Pepe (Florian David Fitz) wollen Pepes Geburtstag auf Mallorca feiern. In der Fica stellen sie fest, dass Rocco (Wotan Wilke Möhring) und Simon (Frederick Lau) überraschenderweise auch da sind. Ein Urlaub ohne die Frauen – da habe sie jedoch die Rechnung ohne Eva (Jessica Schwarz), Carlotta (Karoline Herfurth) und Maus (Diana Amft) gemacht, die plötzlich in der Villa auftauchen.
Carlotta ist eifersüchtig auf Leo, von dem sie glaubt, dass er wieder mal eine Affäre hat. Eva und Rocco sind immer noch verheiratet, aber auch da kriselt es etwas. Pepe traut sich noch nicht so wichtig, sein Schwulsein auszuleben. Und Simon von seinen Frauengeschichten sind sie alle irgendwie genervt.
Als die Finca in Flammen aufgeht – natürlich nicht einfach so – müssen sie umziehen und landen in einem Clubhotel.
Und da geht der Reigen weiter: Eva findet Roccos Zweithandy. Carlotta findet seltsame Nachrichten auf Leos Handy – und so weiter…
„Der perfekte Urlaub“ droht zur Katastrophe zu werden. Allerdings nicht für die Zuschauer. Die Fortsetzung von „Das perfekte Geheimnis“ ist nicht ganz so gut, aber immer noch sehr sehenswert und kurzweilig. Das liegt nicht nur am phantastischen Ensemble, das in seinem Streit und in seinem Witz – und manchmal auch in seiner Tragik – gut miteinander harmoniert.
So lustig der Film auch wieder ist, hintergründig schlägt er auch ernstere Töne an. Wenn es um Vertrauen in einer Beziehung oder auch in einer Freundschaft geht. Wie überhaupt die Freundschaft unter diesen Menschen sehr schön dargestellt wird – alle haben sie ihre Probleme, alle haben sie Macken, und manchmal tun sie unschöne Dinge – bei einer Freundschaft gilt es auch manchmal, sich zusammenzureißen und zusammenzuhalten.
Der Film ist längst nicht so flach und doof, wie ihn einige Kritiker sehen. Nicht immer ist er politisch korrekt (was man immer darunter verstehen will). Wenn beispielsweise in ihrer Unbeholfenheit die Freunde blöde Witze über Pepe machen, dem sie einen Mann suchen wollen, dann ist das nicht empörend, sondern durchaus menschlich.
Bora Dagtekins Komödie ist keine Hochkultur, aber für zwei Stunden bietet er gute Unterhaltung.
Der perfekte Urlaub
D 2026, Regie: Bora Dagtekin
Constantinfilm, 117 Minuten, ab 12
8/10
Schreibe einen Kommentar