In Grünlers Gastronomie bei Pflanzen-Kölle in Borgsdorf gibt es täglich warme Speisen
MAZ Oberhavel, 17.10.2026
Borgsdorf.
Viele Leute, die bei Pflanzen-Kölle in Borgsdorf einkaufen wollen, schaffen es anfangs gar nicht bis in den Markt selbst. Stattdessen bleiben sie an der Theke bei Grünlers Gastronomie hängen.
Am Eingang des Marktes an der Rosenstraße befindet sich ein Bistro, in dem es zwischen 11 und 15 Uhr auch spezielle Mittagsangebote gibt. Sie reichen von einer Kohlroulade über Bouletten und Schnitzel, die alle zum Standardangebot gehören. Aber auch Fischfilets und Suppen sind zum Mittagessen in Borgsdorf zu bekommen. Zu den Standards gesellen sich Wochen- oder Tagesgerichte wie zum Beispiel ein Pfifferlings-Hackbraten. Die Preise liegen zwischen 6,90 Euro für die Eintöpfe, 9,90 Euro für die Kohlroulade, 11,90 Euro für den Hackbraten und 14,50 Euro für das Fischfilet.
„Wir wollen, dass die Leute glücklich sind“, sagt Geschäftsführer Stefan Babirat, „aber wir sind auch offen für Kritik.“ Es werde immer schwieriger, gute Preise machen zu können, räumt er ein. Und das trotz der Umstellung von 19 auf sieben Prozent Mehrwertsteuer. „Die Zulieferer haben das gut geschluckt“, sagt er mit Blick auf die allgemeinen Preissteigerungen.
Das Bistro bei Kölle öffnet aber nicht erst zum Mittagessen. Montags bis sonnabends ist es von 8 bis 19 Uhr geöffnet, es geht also schon eine Stunde vor der eigentlichen Marktöffnung los. Sonntags von 10 bis 15 Uhr.
„Unser Frühstück wird viel genutzt“, sagt Stefan Babirat. Tatsächlich ist das Bistro gerade am Wochenende morgens und am Vormittag voll. Angeboten werden verschiedene Frühstückskombinationen, ein Lachsfrühstück, Spiegel- oder Rührei und vieles mehr.
Grünlers Gastronomie ist nicht auf das Bistro rechts im Eingangsbereich beschränkt. Gegenüber befindet sich ein Bäckerstand, und draußen steht ein Imbisswagen, an dem Curry- und Bratwürste und Pommes verkauft werden. „Um die 20 Leute beschäftigen wir im Schichtsystem“, sagt Stefan Babirat. Er selbst ist meist morgens gegen 5.30/6 Uhr im Geschäft. „Da wird dann alles vorbereitet für die Frühschicht, Ware wird geliefert und angenommen.“ Außerdem wird noch sauber gemacht und ganz allgemein das Tagesgeschäft vorbereitet.
Seit mehr als 20 Jahren ist Grünlers Gastronomie bei Pflanzen-Kölle aktiv. Geschäftsführer Stefan Babirat ist erst seit 2021 dabei. „Ich habe hier als Koch angefangen“, erzählt er. Nach einem Jahr stieg er zum Gesellschafter auf, neben ihm gibt es drei weitere. „Ich wollte Verantwortung übernehmen“, sagt er. Vorher arbeitete er im Wensickendorfer Landhotel Classic, bei Vapiano und auf einem Schiff in Frankreich. Gelernt hat er den Beruf des Kochs bei der Fahrgastschifffahrt in Neuruppin.
„Hier mag ich den familiären Umgang, das Personal ist teilweise mehr als 20 Jahre dabei.“ Eine von ihnen ist Sophia Goral, sie arbeitet seit 2013 in Borgsdorf. „Wir haben auch viele Stammkunden“, erzählt sie. Da könnte man auch mal ein kurzes Schwätzchen halten.
„Zum Frühstück ist hier immer gut zu tun“, sagt sie außerdem. „Gerade am Wochenende.“ Die Leute würden die belegten Brötchen mögen oder den Strammen Max. „Gerade die Bauarbeiter.“ Die gehören durchaus zur Zielgruppe des Bistros. „Ansonsten haben wir eher eine ältere Klientel“, sagt Stefan Babirat. „Wir sind nicht hipp, haben keinen Bubble-Tea, das sind wir einfach nicht“, erzählt er und schmunzelt.
Der Renner beim Grünler-Bistro sei die Kohlroulade. „Ich kann gar nicht sagen, warum, aber wahrscheinlich gibt es kaum noch Leute, die sich so was noch zu Hause selbst machen.“ Die Gäste würden dafür teilweise sogar aus Berlin nach Borgsdorf kommen.
Demnächst wird auf dem Gelände wieder eine Almhütte aufgebaut, unter anderem für Weihnachtsfeiern. Da gibt es dann Wildgerichte mit Semmelknödeln und Rot- oder Grünkohl. „Da haben wir schon viele Vorbestellungen.“
Ansonsten hofft Stefan Babirat, dass das Bistro im kommenden Jahr umgebaut werden kann. „Einmal alles raus, das ist schon seit Jahren geplant.“ Dann könnte es auch eine neue Küche geben, der Bistrobereich bekäme neue Möbel.
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