Zum Glück hatte ich keine Tanknot. Mein Tank war noch lange nicht leer. Aber ich hatte Durst, ich wollte mir noch was zu trinken kaufen.
Als ich neulich in Wittenberge in der Prignitz, vom Ufer der Elbe, in Richtung Heimat aufbrach, wollte ich eigentlich einen Einkaufs-Zwischenstopp einlegen.
Im Laufe des Tages habe ich in Wittenberge in der Innenstadt viele kleine Läden gesehen – aber keinen Supermarkt. Ich weiß, dass es das auch in Wittenberge gibt, trotzdem habe ich keinen gesehen. Ein Stück weit musste ich auf dem Rückweg auch durch die Stadt. Eine Tankstelle oder einen Supermarkt habe ich nicht gesehen, und da war ich dann auch schon an der B189 angekommen. Die musste ich nutzen, um zur A24 zu gelangen.
Die Prignitz gilt als extrem dünn besiedelte Gegend. Das merkt man auch, dass wenn man auf dieser Bundesstraße unterwegs ist. Denn der Verkehr ist dort recht überschaubar, sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg sind mir erstaunlich wenig Autos begegnet. Und Tankstellen. Sowohl bei Perleberg als auch bei Pritzwalk gab es keine Tankstelle an der Bundesstraße. Wobei die B189 die beiden Städte auch ziemlich weiträumig umfährt, ich hätte also die Bundesstraße verlassen müssen – aber zumindest in Sichtweite war nichts.
Erst kurz vor der Autobahn in Liebenthal, einem Ortsteil von Heiligengrabe, gab es dann auf einem Autohof eine Tankstelle.
Wäre ich in wirklicher Tanknot gewesen, dann hätte ich vermutlich über Google Maps nach der nächsten Tankstelle gesucht und wäre dann wohl in eine der Städte entlang der B188 reingefahren. Aber tatsächlich ist das auch ein Nachteil von Umgehungsstraßen, dass Händler in den Städten selbst nicht mehr vom Durchgangsverkehr profitieren.
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