SA 26.09.2026 | 0.00 Uhr (So.) | ZDF
Die Mauer war gerade mal gefallen, da dachte Reiner „CallI“ Calmund vor allem an sein Business. Der Manager von Bayer Leverkusen wollte sich gleich mal einen, oder besser zwei, oder noch besser drei DDR-Fußballstars krallen. Also reiste er zur DDR-Nationalmannschaft, um mal zu schauen… na ja, eigentlich wusste er schon, wen er haben will. Er musste nur noch vollziehen.
Es ist eine dieser vielen Wendegeschichten, die in einer 3-teiligen Doku im ZDF erzählt wurde: „Go West! – Die letzte Elf der DDR“. Alle Folgen liefen am sehr späten Sonnabendabend.
Denn natürlich war der Mauerfall ein auch für den DDR-Fußball erst ein Einschnitt, dann das Ende. Wenige Tage nach dem 9. November musste die DDR-Nationalmannschaft gegen Österreich in der WM-Qualifikation antreten. Aber in den Wirren der Wendezeit war man scheinbar nicht ganz bei der Sache – das Spiel ging verloren, die DDR durfte nicht zur WM nach Italien, die dann später die Bundesrepublik Deutschland gewann.
Fußballer wie Matthias Sammer, Andreas Thom und Ulf Kirsten haben die Möglichkeit, zu Vereinen im Westen zu gehen. die Suche nach einem Platz in der neuen Welt. Ulf Kirsten und Andreas Thom gehen tatsächlich nach Leverkusen, schon 1990, als es die DDR noch gab. Matthias Sammer wechselte nach Stuttgart.
Im September 1990 fand dann das letzte Spiel der DDR-Nationalmannschaft statt. Trainer Eduard Geyers größtes Problem war: Die großen Spieler hatten keine Lust mehr oder waren krank. Matthias Sammer war jedoch dabei, und in der Doku erzählt er, wie emotional schwierig diese Tage gewesen seien.
Es ist keine Neuigkeit, die uns die Doku vermittelt. Der Fußball ist ein knallhartes Geschäft, und wie in vielen anderen Bereichen auch sorgten westdeutsche Fußballmanager dafür, dass der Fußball in der DDR, in Ostdeutschland schnell ausblutete, personell und finanziell.
-> Die Doku beim ZDF (bis 17. September 2031)
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