Das Ende der Sterne

Wenn Big Hig (Jacob Elordi) über das weite Land fliegt, dann sieht er so gut wie nie andere Menschen. Er lebt an einen kleinen, verlassen Flugplatz. Gemeinsam mit dem ehemaligen Marine Bangley (Josh Brolin) muss er den Platz hin und wieder gegen marodierende Eindringlinge verteidigen.
Was die beiden und diese Eindringliche eint: Sie sind auf der Suche nach Lebensräumen, nach Nahrung: Nach einer Pandemie leben kaum noch Menschen, und der Rest muss sich um das Überleben kümmern.
Hin und wieder fliegt Big Hig in seine alte Heimatstadt, setzt sich kurz in sein Haus, holt Vorräte aus verlassenen Gebäuden.
Als er einen Funkspruch abfängt, hat er Hoffnung, andere Menschen zu finden. Er macht sich auf den Weg, ohne zu wissen, was ihn erwartet.

Das Buch, auf dem der Film basiert, heißt „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“. Das ist ein sehr schöner Titel, weil er ein bisschen philosophisch klingt, wo es doch im Film eigentlich darum geht, dass eine Katastrophe passiert ist und nun jeder irgendwie klar kommen muss. Nichts oder wenig ist noch so, wie es war.
Der Film Ridley Scott heißt einfach nur „Das Ende der Sterne“ und ist damit ein wenig irreführend, denn um Sterne an sich, um das All, geht es nicht. Es ist eher das Ende der Zivilisation und darum, wie die wenigen Menschen versuchen, wieder eine Zivilisation zu schaffen.
Die Welt, die sich in diesem spannenden Drama mit Thriller-Elementen, entfaltet, er einerseits erdrückend – immer dann, wenn Big Hig in die Stadt fliegt und immer in Gefahr ist. Andererseits sehen wir die Weite, das große Nichts, wo sich nur an wenigen Flecken Menschen niedergelassen haben.
So geht es um die Art zu Überleben, aber auch um Zusammenhalt einerseits und den Schutz vor umherziehenden Banden andererseits. Um Vertrauen und Vorsicht.
Zwischendurch erleben wir aber auch ein Abenteuer, das auf spannende Weise absurd ist und fast zu einem Horrortrip wird.
Jacob Elordi spielt den jungen Mann zwischen der Trauer um das, was war, dem Bewahren, was ist und der Suche nach einer Zukunft.

-> Trailer auf Youtube

Das Ende der Sterne
USA 2026, Regie: Ridley Scott
20th Century Studios, 119 Minuten, ab 16
7/10


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