Sylvia Frank: Rügensünde

(1) -> 4.6.2025

Binz auf Rügen, 1921: Am frühen Morgen entdeckt ein Hund im Gebüsch am Schmachter See eine Leiche. Kommissar Gustav Breesen übernimmt die Ermittlungen. Erneut wird er dabei von der Krimiautorin Dorothee von Stresow unterstützt. Es stellt sich raus, dass der Tote Journalist bei einem Magazin in Berlin war. Was er in Binz recherchierte it unbekannt.
In Binz ist zudem eine Filmcrew eingetroffen, sie kommt im Kurhaus unter. Auch dort kommt es zu Zwischenfällen. Erst wird der Hund Balou vergiftet, der einer der Stars des Films ist – und den Toten gefunden hat -, und später kommt eine der Darstellerinnen auf merkwürdige Weise ums Leben.

Zum zweiten Mal erzählt Sylvia Frank von der Krimiautorin Dorothee von Stresow, die hilft, einen Kriminalfall aufzulösen. Zudem hat sie selbst noch einige Baustellen offen. Noch immer weiß sie nicht, warum ihre Eltern einst bei einem Feuer ums Leben gekommen sind – aber vielleicht kommt sie des Rätsels Lösung auch noch nahe.
Der Roman liest sich flott, er ist durchaus spannend und unterhaltsam, ohne einen besonderen Tiefgang zu haben. Ein großes Aber: Er ist extrem schlampig redigiert. Da fehlen dann mal Wörter, andere sind falsch geschrieben, die „dass/das“-Regel scheint ein Glücksspiel zu sein und wird erschreckend oft falsch angewandt. Das vermindert den Lesespaß doch sehr.
Auch der Titel „Rügensünde“ erscheint auf seltsame Weise vollkommen willkürlich, auf dem Cover ist die Selliner Seebrücke zu sehen, die im Roman nicht vorkommt, weil er in Binz spielt.
So nett und kurzweilig die Geschichte ist, vom Verlag ist sie sehr nachlässig und wurschtig behandelt worden.

Sylvia Frank: Rügensünde
Aufbau Taschenbuch, 346 Seiten
6/10


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