Ich und die Walter-Boys

SA 15.08.2026 | Netflix

Mehr und mehr bekommen die Menschen in Deutschland vor Augen geführt, dass es bei Netflix ziemlichen Krach mit den Synchronsprechern gibt. In immer mehr Serien sind plötzlich neue Stimmen zu hören.
Das fiel bereits beim „Heartstopper“-Film auf, und nun auch bei Staffel 3 von „Ich und die Walter-Boys“.

Fans müssen sich bei Jackie (Nikki Rodriguez) und Cole (Noah LaLonde) auf andere Stimmen einstellen. Jackie wurde bislang von Laura Oettel synchronisiert, jetzt von Sarah Tkotsch. Bei Cole wechselte die Stimme von Oscar Räuker auf Luis Pintsch.

Bei Letzterem fällt es besonders auf: Denn Luis Pintsch wirkt wie eine schlechte KI. Er spricht sehr gleichförmig und auf merkwürdige Weise emotionslos. Er erhebt selten seine Stimme, man könnte meinen, er habe Schlaftabletten genommen.
Es fällt aber auch deshalb auf, weil auch der Darsteller Noah LaLonde wie von einer KI animiert wirkt. Seine haut ist sehr glatt, seine Bewegungen manchmal etwas ungelenk. Schaltet man auf die englische Tonspur um, merkt man, dass Luis Pintsch den etwas lahmen Sprachstil des Schauspielers gar nicht so schlecht trifft. Es fällt auf, dass die anderen Darsteller viel lebendiger wirken.

Immer noch geht es in dem Streit darum, dass die Synchronsprecher in ihren Verträgen unterschreiben sollen, dass ihre Stimme für KI-Übungszwecke verwendet werden darf. Dass die das doof finden, ihr eigenes Grab zu schaufeln, ist verständlich.
Kommt irgendwann die Zeit, in der die Synchronfassungen von der KI kommt?

-> Die Serie auf Netflix


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