Entlang der Flugpionierstraße am Stadtrand von Oranienburg sind lauter Autos geparkt. Die Leute stehen daneben auf dem Gehweg. Einige haben Teleskope dabei, und alle schauen sie in Richtung Westen, da, wo die Sonne schon kurz über dem Horizont steht.
Während es am Mittwoch in Spanien oder auch in Island eine totale Sonnenfinsternis zu sehen gab, wurde die Sonne hierzulande immerhin um 85 Prozent verdeckt.
Es wurde in den vergangenen Tagen ein ziemlich Hype darum gemacht. Dabei war klar, dass die 85 Prozent nicht mal reichen würden, dass es draußen dunkel wird. Aber dennoch: Irgendwie war es spannend.
Im August 1999 hatten wir das schon mal, auch damals gab es in Oranienburg eine partielle Sonnenfinsternis, wo sich der Mond noch mehr über die Sonne schob, so dass zumindest das Licht fahl wurde.
Durch einen Freund hatte ich eine Schutzbrille, und wir sind zur Flugpionierstraße gefahren, weil wir wussten, dass man dort über den Feldern einen guten Blick auf die sowieso um diese Abendzeit untergehende Sonne zu bekommen.
Und so standen auch wir dann auf dem Gehweg und guckten uns die Sonne an. Durch die Brille hatte man den genauen Blick auf das Spektakel. Auf den Mond, der sich von rechts rechts nach oben links schob, aber eben nicht schaffte, alles zu verdecken.
Auch wenn es keine totale Sonnenfinsternis war, hatte es dennoch einen Wow-Charakter. Danach ging es nach Hause – im Fernsehen konnten wir die 100-prozentige Verfinsterung sehen.
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