Freitags gibt es jetzt wieder Abendbrot

Charlotte Heinzelmann und Kerstin Breuer betreiben seit einem Jahr das Café Sommerfeld direkt am Bahnhof – Frühstück hat sich etabliert, aber es gibt auch neue Aktionen

MAZ Oberhavel, 28.7.2026

Sommerfeld.
Gerade fährt mal wieder der Prignitzexpress nicht. Das Gleis des Zuges führt direkt am „Café Sommerfeld“ vorbei. „Aber wir sind immer noch da“, sagt Charlotte Heinzelmann mit einem Lächeln. Tatsächlich feiert das Café, das sich direkt am Bahnhof Beetz-Sommerfeld befindet, in diesen Tagen das erste Jubiläum. Mitte 2025 haben sich Charlotte Heinzelmann und Kerstin Breuer mit dem Café in der Bahnhofstraße 29 selbstständig gemacht.

„Wir haben hier inzwischen viele Anfragen für geschlossene Gesellschaften“, erzählt Charlotte Heinzelmann. Schulabschlüsse werden ebenso gefeiert wie Geburtstage. „Aber auch Kaffeekränzchen werden bei uns veranstaltet.“ Die Öffnungszeiten haben sich seit der Eröffnung im vergangenen Jahr etwas geändert. Mittlerweile ist das Café freitags von 12 bis 19 Uhr und am Wochenende von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Donnerstag als Öffnungstag habe sich nicht gelohnt, erklärt Charlotte Heinzelmann.
„Außer für geschlossene Gesellschaften, da öffnen wir auch an anderen Tagen“, ergänzt sie. Das müssten dann schon einige Leute sein, die sich dann anmelden. „Wir haben zum Beispiel eine Frühstücksgruppe, die ab und zu mittwochs zu uns kommt“, erzählt Kerstin Breuer. „Das ist immer eine nette Runde.“

Am Wochenende gibt es regulär Frühstück. Ansonsten haben die beiden Gastwirtinnen ein Angebot mit verschiedenen Kuchen. Aber auch Herzhaftes wird geboten. So stehen Bulettchen mit Kartoffelsalat auf der kleinen Karte. Besonders ist Café Sommerfelds Rote Stulle. Das ist geröstetes Brot, Rote-Bete-Creme und Kapern. Auch einen eingelegten Camembert auf Stulle können die Gäste in Sommerfeld bekommen.
Ebenfalls durchgesetzt hat sich die Bockwurst. „Im Winter machen wir auch schon mal ein Käsefondue, oder wir veranstalten ein Kohlrouladenessen. Auch haben wir uns eine kleine Gulaschkanone zugelegt“, sagt Charlotte Heinzelmann. Eine besondere Aktion wollen die beiden Frauen am späten Freitagnachmittag etablieren. Ab 17 Uhr werden die Gäste zur Abendbrottafel eingeladen. „Das kann immer eine gemischte Runde werden. Man nimmt Platz und unterhält sich. Wir sehen immer wieder andere Gesichter am Abendtisch.“ Es gibt das Brot aus dem Café, besondere Aufstriche und einiges mehr.
„Aber auch unser Frühstück am Wochenende kommt sehr gut an“, sagt Kerstin Breuer. „Das hat ordentlich Schwung aufgenommen“, ergänzt Charlotte Heinzelmann. „Da kommen auch viele Berliner, die vorher reservieren. Letztes Wochenende waren wir wirklich hart an der Grenze.“

Die Marmeladen, die es im Café gibt, werden im Haus selbst gemacht. „Wir machen immer ein bisschen was anderes.“ Das Handwerkerfrühstück am Donnerstag und Freitag ist hingegen wieder eingestellt worden. „Viele unserer Gäste machen einen Tagesausflug und starten hier zum Beispiel mit dem Frühstück, und das macht uns dann auch immer sehr viel Spaß“, sagt Charlotte Heinzelmann.
Ein Plus des Cafés: An Tagen mit schönem Wetter können die Gäste draußen unter Bäumen sitzen. Einige Tische stehen mit direktem Blick aufs Bahngleis – natürlich noch von einem Zaun begrenzt – und das Luch dahinter. „Die Tische am Rand sind tatsächlich auch am beliebtesten.“ Die schönsten Momente seien die, wenn Menschen ins Café kommen, die dann sagen: „Wir kommen heute in die Heimat zurück und treffen hier alte Bekannte.“ Das seien die Leute, die dann immer viel über früher erzählen, als der Bahnhof in Sommerfeld mit der Gastronomie auch immer ein Treffpunkt war.

Für Charlotte Heinzelmann, die in Berlin lebt, und für Kerstin Breuer, die in Sommerfeld wohnt, ist das Café weiterhin ein Herzensprojekt, wie sie sagen. „Wir sagen immer: Wir haben hier einen großen Spielplatz für uns, den wir auch ausnutzen“, sagt Kerstin Breuer. Es herrsche immer ein Kommen und Gehen. Radler stoppen dort, Ausflügler, Golfer aus Wall, Gäste aus dem Sommerfelder Hotel und auch Menschen aus dem Dorf.
Personell aufstocken wollen die beiden Betreiberinnen nicht. Das lohne sich erst mal nicht, sagen sie. Wie es momentan laufe, sei es gut. Das Programm für den Herbst und den Winter sei erst noch in Planung. „Wir werden sicherlich wieder ein Käsefondue machen, und auch unsere Gulaschkanone kommt zum Einsatz. Lauter Dinge, die wir in unserer kleinen Küche noch stemmen können.“

Mehr Infos online auf cafesommerfeld.de.


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