Heated Rivalry

MI 22.07.2026 | HBO Max

Diese Serie ist eines der spannenden TV-Phänomene 2025/26. Von Kanada aus legte sie einen Siegeszug um die Welt ein und schaffte es auch aus den Nischenblase vielleicht nicht in den ganz großen Mainstream, aber der Erfolg kam dennoch vollkommen unerwartet.
In Deutschland ist „Heated Rivalry“ bei HBO Max zu sehen.

Dezember 2008: Bei der Eishockey-Junioren-WM sehen sie sich das erste Mal und haben erstmals so etwas wie Smalltalk: der Kanadier Shane Hollander (Hudson Williams) und der Russe Ilya Rozanov (Connor Storrie). Aber es läuft nicht gut, Rozanov scheint eher genervt.
Mitte 2009 sehen sie sich wieder, als es darum geht, über ein Turnier in ein Eishockeyteam zu kommen. Und 2010 wieder, diesmal bei einem Werbeshooting. Dabei kommen sie sich erstmals näher, Shane kommt auf Ilyas Hotelzimmer. Erster schneller Sex. Über die nächsten Jahre treffen sie sich alle paar Monate immer wieder.
Es dauert annähernd zehn Jahre – ein Jahrzehnt, in dem sie sich ab und zu sehen, Sex haben, sich auch emotional langsam annähern. Rivalen sind sie eigentlich nur auf dem Eis.

Einerseits ist die Story natürlich ziemlich trivial. Rivalen werden Liebende. Es kommt dann immer darauf an, wie man das erzählt, und das ist in dieser 6-teiligen kanadischen Serie schon sehr speziell.
Weil sich Shane und Ilya zunächst nur selten sehen, wirkt das zunächst alles etwas spröde. Das ist es aber nicht, weil man nach und nach als Zuschauer in die Seelen der Typen reinblicken kann. Ilya, der in Russland Angst haben muss, das Leben zu leben, was er möchte. Und Shane, der Angst um seine Karriere hat. Wie sie sich emotional annähern, das ist auch für die Zuschauer zunehmend emotional.
Ein bisschen schade ist, dass die deutsche Synchronstimme von Ilya sehr unpassend scheint. Die Stimme hat einen merkwürdig harten, teilweise emotionslosen Klang, der nötige russische Akzent wirkt ein wenig aufgesetzt. Das klingt im Original besser.
Etwas irritierend ist Folge 3, in der wie aus dem Nichts plötzlich eine ganz andere Geschichte erzählt wird, von zwei weiteren Eishockeyspielern, die erstmal mit Shane und Ilya gar nichts zu tun haben, später aber für einen Wendepunkt sorgen. Der hätte aber auch funktioniert, ohne lang und breit in Folge 3 davon zu erzählen.
Die Serie basiert – bis auf Folge 3 – auf den gleichnamigen Roman von Rachel Reid, und die Umsetzung erfolgte erfreulich dicht an der Romanstory.
2027 kommt Staffel 2.

-> Trailer auf Youtube
-> Die Serie bei HBO Max


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