(1) -> 20.2.2026
Sie waren auf dem Eis die größten Rivalen, die die NHL seit langem erlebt hat. Aber in Wirklichkeit hassten sich Shane Hollander und Ilya Rozanov nicht wirklich. Viel mehr hatten sie eine etwas merkwürdige Affäre, und am Ende war es Liebe.
Der Roman „Heated Rivalry“ von Rachel Reid wurde zum kleinen Überflieger, und am Ende war irgendwie alles gut.
Aber so ein Leben geht ja weiter. Wie es Shane und Ilya weiter ergeht, das erzählt der Roman „The long Game“.
Seit drei Jahren sind die beiden nun schon ein richtiges Paar. Die Eltern wissen es, ein paar enge Freunde wissen es. Dass sie keine Rivalen mehr sind, sondern so was wie Freunde hatten sie schon verkündet, und immer im Sommer veranstalten sie ein Eishockey-Camp für Kinder.
Die Beziehung ist eng, die Liebe nachhaltig. Aber eben immer noch weitgehend heimlich. Shane und Ilya haben es so entschieden, sie wollen ihre Karriere nicht kaputtmachen. Wobei Ilya irgendwie damit leben könnte, aber Shane fürchtet die Folgen der Bekanntmachung.
Sie sehen sich relativ selten, weil sie mit ihren Teams unterwegs sind. Allerdings ist Ilya nach Ottawa gezogen, um Shane und seinen Eltern nah zu sein, wenn sie alle mal zu Hause sind.
Ilya leidet mehr und mehr unter der Situation. Er will keine Geheimnisse, aber Shane zuliebe macht er mit. Er droht, in eine Depression zu stürzen – und damit das durchzumachen, worunter auch schon seine Mutter litt.
Der erste Roman lebte davon, dass man mitverfolgte, wie sich eine Beziehung entwickelt. Es gab viel Sex. Dieser Roman ist da schon anders.
Vermutlich funktioniert er tatsächlich nur, wenn man den ersten Roman und damit Shane und Ilya kennt. Denn der Roman vertieft das, was nun eine Beziehung ist. Wir tauchen in Ilyas Seele, wir erleben sein Zaudern, sein Glück und auch seine Traurigkeit. Das ist psychologisch erneut alles gut beobachtet. Zwei Menschen ringen um ihre Liebe, ohne sie rausschreien zu können.
Umso merkwürdiger, dass in diesem Roman bestimmte sehr wichtige Ereignisse seltsam lapidar abgehandelt werden. Die Öffentlichkeit wird weitgehend ausgeblendet, der Roman bleibt ganz im Kosmos der hier Handelnden. Und immer wieder erleben wir rührende Momente, spannende Wendungen und auch Freude.
Ein dritter Teil ist in Vorbereitung, er soll 2027 erscheinen. Dann geht die Story um Shane und Ilya erneut unter ganz anderen Vorzeichen weiter.
Rachel Reid: The long Game
Adrian & Wimmelbuchverlag, 504 Seiten
8/10
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