MO 06.07.2026 | 1.25 Uhr (Di.) | Das Erste
Dieses Ergebnis konnte Donald Trump nicht beeinflussen: Belgien schmeißt die USA aus dem Fußball-WM-Turnier im eigenen Land. Mit 4:1 haben die Belgier die USA besiegt, und das eine Tor der US-Spieler wurde nicht von Folarin Balogun geschossen.
Ja, die Profitgier der FIFA ist ekelhaft, die Trinkpause eigentlich eine Geldmaschine für weitere Werbeeinnahmen. Aber schiebt man das mal beiseite, dann war es eigentlich eine ziemlich spannende und durchaus unterhaltsame Fußball-WM. Bisher.
Bis der US-Spieler Folarin Balogun im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina eine Rote Karte nach einem Foul bekommen hat. Das heißt: gesperrt im Achtelfinale. Eigentlich.
Irgendwann danach hat wohl US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantilo Infantino und darum gebeten, die Rote Karte zurückzuziehen. Wegen Fairplay, und so. Trump wusste sowieso nicht so genau, was es mit den Roten Karten auf sich hat, und vermutlich wusste er auch nicht, was eigentlich dieses Bosnien-Herzegowina sein soll.
Jedenfalls war der FIFA-Boss sehr einsichtig, immerhin bekam er ja diesen Tipp vom FIFA-Friedenspreisträger, und dessen Meinung zählt viel mehr als das Urteil des Schiedsrichters beim Spiel.
Balogun bekam die Rote Karte nun auf Bewährung. Dass es dieses Regel im Fußball nicht gibt – scheiß drauf.
In der Nacht zu Dienstag übertrug nun Das Erste das WM-Achtelfinalspiel zwischen den USA und Belgien, und eigentlich sollte es ja nicht um Politik gehen, aber nun ging es nicht anders. Vor Anpfiff wurde der Fall noch mal aufgerollt, und Bastian Schweinsteiger sagte auch noch mal, dass diese Einflussnahme ja nun mal gar nicht gehe.
Aber das interessiert natürlich weder Trump noch Infantilo. Dass es ein feiner Zug von den Amis gewesen wäre, Balogun einfach nicht aufzustellen, sei mal dahingestellt. Aber vermutlich hätte Trump dann die ganze WM vor Wut sofort abgesagt.
Nun steht Belgien im Viertelfinale. Trotz oder vielleicht wegen dieses Wirbels. Gut so.
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