Clark (Chiwetel Ejiofor) hat gerade keinen guten Lauf. Er leitet ein Möbelgeschäft, das nicht gut besucht ist. Man könnte auch sagen: gar nicht besucht. Er ist gerade geschieden worden, und deshalb schläft er in seinem Laden.
Im Keller hört er Geräusche, die von der anderen Seite der Wand zu kommen scheinen. Er entdeckt, dass es einen geheimen Eingang zu den Räumen dahinter gibt. Und nicht nur das: es handelt sich um ein scheinbar endloses Labyrinth an Räumen.
Gemeinsam mit seinen Angestellten Kat (Lukita Maxwell) und Bobby (Finn Bennett) sowie mit einer Videokamera erkundet er die Räume. Alle drei kehren nicht zurück.
Nun ist es seine Psychotherapeutin Mary Kline (Renate Reinsve), die sich auf die Suche nach ihm macht.
Kleines Budget, maximaler Erfolg. „Backrooms“ gehört zu den spannenden Phänomenen dieses Kinojahres. Der Psychothriller hat nicht mal eine Million Dollar gekostet und hat bereits ein Vielfaches eingespielt. Regisseur Kane Parsons ist gerade mal 21, und dieser Film ist eine Adaption seiner Youtube-Serie.
Es ist ein Hype entstanden, der aber auch vollkommen gerechtfertigt ist.
Man erlebt hier einen echten Psychotrip. Denn aus der Entdeckung dieser Räume hinter der Wand erleben wir viele Überraschungen. Der Film spielt da auch mit dem Zuschauer. Mit seinen Ängsten, mit seinem Empfinden.
Der Film bietet extrem spannende Momente, Augenblicke, die an den Nerven zerren, auch Schreckmomente.
Was der Film aber vor allem bietet: Man muss ein bisschen mitdenken, und das passiert von ganz alleine. Denn das muss man auch sagen: Ziemlich wahrscheinlich wird man nicht alles verstehen, aber man kann da sehr lange drüber nachdenken, weil immer wieder Anhaltspunkte aufblitzen, über die man später unter Umständen noch nachdenkt.
Hinzu kommen großartige Soundeffekte, Klangteppiche, und beim Abspann sollte man sitzen bleiben, denn der Sog, der da zu hören ist, geht unter die Haut.
Backrooms
Kanada 2025, Regie: Kane Parsons
Constantinfilm, 111 Minuten, ab 16
8/10
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