(1) -> 14.4.2026
Rivalen werden Liebende. Und irgendwann kommt das Happy End, und dann ist die Geschichte zu Ende.
Aber was passiert nach dem Happy End? Wie stark ist so eine Beziehung nun wirklich?
Im Roman „Today Tonight Tomorrow“ erzählt Rachel Lynn Solomon wie Neil und Rowan in der Schule große Rivalen sind, erst am Abschlusstag kommen die beiden zusammen. Aber wie geht es weiter?
Neil und Rowan haben einen perfekten Sommer, aber klar ist auch: Er wird für sein Linguistik-Studium nach New York ziehen, und sie geht nach Boston, um Kreatives Schreiben zu studieren, denn sie will ja mal Autorin werden.
Sie haben sich vorgenommen, vier Jahre lang eine Fernbeziehung zu führen. Das ist einfacher gesagt als getan.
Rowan hat eine Art Schreibblockade, sie macht sich in ihren Kursen großen Stress. Und Neil muss sich mit den Schatten seiner Vergangenheit auseinandersetzen – vor allem mit seinem Vater, der im Knast sitzt. Neil droht, in eine Depression zu stürzen und setzt dabei auch seine Beziehung aufs Spiel.
Sicherlich fällt zunächst ein wenig die Spannung weg, wenn die US-Autorin über ein Paar erzählt, das sich gefunden hat. Als Leser weiß man erst mal nicht, worauf es hinauslaufen soll, weil sich die Konflikte schleichend zeigen. Tapfer wollen Rowan und Neil so tun, als sei alles in Ordnung, dabei machen sie sich beide großen Stress mit all dem, was sie plagt, wobei sie das Gefühl haben, den anderen damit nicht belasten zu können, weil es die Fernbeziehung noch schwieriger machen könnte.
Insofern gibt es schließlich doch auch noch einen Spannungshöhepunkt. Das ist vor allem dann interessant, wenn man den ersten Roman kennt. „Past present Future“ funktioniert auch separat, aber eigentlich ist es sinnvoller vorher Band 1 zu lesen.
Rachel Lynn Solomon: Past Present Future
Arctis, 360 Seiten
7/10
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