Masters of the Universe

Es läuft für „Masters of the Universe“ leider nicht so richtig gut an den Kinokassen. Das Comeback von He-Man scheint nicht geglückt zu sein. Allerdings kann das keineswegs am Film selbst liegen, denn der ist genau genommen eine extrem positive Überraschung.
Dass er eine Überraschung ist, könnte daran liegen, dass der Film erstaunlich wenig beworben worden ist. Selbst in den Trailershows im Kino gab es nur sehr selten den He-Man-Film zu sehen, während beispielsweise Steven Spielbergs neuer Alienfilm schon seit dem vergangenen Jahr massiv beworben wird.
Der Trailer an sich blieb dementsprechend auch nicht so richtig hängen. Anscheinend hat man sich nur auf die Kenner-Zielgruppe verlassen wollen, im Trailer sind fast nur Sci-Fi-Elemente zu sehen. Die Menschen, die He-Man bislang nicht kannten werden kaum abgeholt. Mit einer entsprechenden Kampagne hätte man die aber kriegen können.
Denn das kann man sagen: „Masters of the Universe“ ist spannend, lustig, emotional, kurzweilig und immer wieder mitreißend. Wahnsinnig gutes Unterhaltungskino. Einen Flop hätte er keineswegs verdient.

Prinz Adam (Artie Wilkinson-Hunt) ist gerade mal 10, als er von seinem Heimatplaneten Eternia flüchten muss. Er stürzt mit seinem Raumschiff auf der Erde ab und verliert dort auch noch sein magisches Schwert, das er für eine eventuelle Rückkehr braucht.
Und so lebt er auf der Erde sein Leben, und ein bisschen ist er ein Nerd, wenn er von seiner Vergangenheit erzählt. Der Zufall will es, dass Adam (Nicholas Galitzine) gut 20 Jahre später sein Schwert in einem Spielzeugladen findet. Seine magischen Kräfte sind zurück, und er wird bald auch abgeholt, um nach Eternia zurückkehren zu können.
Der Planet wurde indes von Skeletor (Jared Leto) übernommen. Adam erkennt seine Heimat nicht wieder, alles ist kaputt. Er braucht etwas, um zu seinen alten Stärken zurückzukommen – aber dann beginnt der kampf um seine Heimat und um die Herrschaft.

Nicholas Galitzine ist für „Masters of the Universe“ ein überraschender Hauptgewinn. Mit viel Humor füllt seine rolle diesen Film aus, der eine gute Balance findet zwischen Adams Selbstfindung, seiner lustigen Art und den Passagen, in denen es kämpferisch zur Sache geht. So kann man sagen, dass dieser Film zu den gelungensten Comic-Verfilmungen der vergangenen Jahren gehört.
Ich selbst kenne He-Man übrigens nicht – vor diesem Film ist das alles komplett an mir vorbeigegangen. Aber meine Expertenbegleitung gab dieser Neuauflage ebenfalls gute Noten. Es gab viele Rückgriffe auf alte Comics, Andeutungen und Reminiszenzen.

-> Trailer auf Youtube

Masters of the Universe
USA 2026, Regie: Travis Knight
Sony, 140 Minuten, ab 12
9/10


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