DO 04.06.2026 | 20.15 Uhr | ProSieben
Olha spaziert mit uns durch Cherson. Die Stadt liegt im Süden der Ukraine, und es herrscht Krieg. Die Leute dort erleben ihn jeden Tag. Cherson ist so etwas wie eine Frontstadt im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Viele Häuser sind zerstört. Die Schaufenster der Läden sind gesichert, es sind kaum Leute unterwegs. Die Gefahr kommt heute vor allem von Drohnen, die unterwegs sind.
Olha ist eine von vielen ukrainischen Protagonisten, die uns den Alltag des Krieges näherbringen. Und das 200 Minuten lang, am Donnerstagabend auf ProSieben. Ohne Werbung. Auf Ukrainisch mit deutschen Untertiteln.
Die Doku hieß schlicht „#DontLookAway“, schau nicht weg.
Dass die Doku den ganzen Abend auf ProSieben zu sehen war, ist Joko und Klaas zu verdanken. Sie haben am Vortag mal wieder 15 Minuten Sendezeit gewonnen. „Alle von ProSieben gegen Joko & Klaas“ hieß die Show diesmal, alles war eine Nummer größer.
In „Joko & Klaas live“ machen sie oft Klamauk, aber immer wieder beschäftigten sie sich an der Stelle mit gesellschaftsrelevanten Themen. Im März 2021 lief unter dem Motto #NichtSelbstversändlich eine fast siebenstündige Doku, die den Klinikalltag während der Coronapandemie zeigte.
Diesmal also der Ukraine-Krieg. Die Doku begleitete Menschen, die im Krieg leben. Mediziner, einen Chirurg, jemanden vom Freiwilligenverband und viele mehr. Teilweise waren wir minutenlang auf Straßen unterwegs. Wir stießen auf eine weinende Frau, die gerade Angehörige verloren hat. Leute, die sich in einem Hausflur verstecken. Und so weiter.
Es sind bedrückende Momente, traurige, ergreifende, aber immer packende.
Die Doku war deshalb wichtig, weil ja sehr viele Menschen das Geschehen in der Ukraine gerade weit wegschieben wollen. Der krieg gerät ein wenig aus dem Blick. Und bestimmte Parteien wollen am liebsten, dass der Krieg aufhört, zugunsten von Russland.
Hier aber in den „Alltag“ einzutauchen und zu erleben, wie sich ein Krieg anfühlt, ist eine wichtige Erfahrung. Zu sehen, dass Krieg nicht nur unmittelbare Bombardierung bedeutet. Sondern eine permanente Angst oder Unruhe. Man muss Dinge gesehen haben, um sie sich in Erinnerung zu rufen, um Eindrücke speichern zu können.
Ganz am Anfang heißt es: „So sehen unsere Tage aus. Das ist unser Leben.“
PS: Natürlich entstand die Doku nicht innerhalb eines Tages. Vielmehr steht schon sehr lange fest, dass diese „15 Minuten“ zur Verfügung stehen, weil die Shows schon vor längerer Zeit aufgezeichnet wurden.
-> Die Sendung auf Youtube (Untertitel einschalten!)
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