Glennkill – Ein Schafskrimi

Wenn der Schäfer George Hardy (Hugh Jackman) abends vor seinem Wohnwagen sitzt und Krimis vorliest, dann hat er ein sehr spezielles Publikum. Eigentlich ist sich George gar nicht sicher, ob sein Publikum überhaupt zuhört.
Es handelt sich um seine Schafsherde. Und tatsächlich hören die Schafe sogar sehr genau zu. Sie lieben nämlich Krimis.
Allerdings geschieht dann genau vor ihren Augen ein solcher Krimi. Denn in der Nacht ist George ermordet worden.
Für den Dorfpolizisten Tim Derry (Nicholas Braun) ist das eine Premiere: Mit einem Mordfall hatte er es noch nie zu tun. Dementsprechend stellt er sich nicht sehr geschickt an. Was blöd ist, denn ein Journalist ihn ständig begleitet. Elliot Matthews (Nicholas Galitzine) wittert eine große Story.
Aber die Schafe Lily (Stimme: Anke Engelke) und Mopple (Bastian Pastewka) wollen diesen Fall unbedingt lösen…

Eines vorweg: „Glennkill – Ein Schafskrimi“ ist kein Kinderfilm. Manchmal könnte man den Eindruck bekommen, wenn hier mit einem lustigen Schafsfilm geworben ist. Es ist das, was der Titel schon sagt: ein Krimi, wenn auch einer mit viel Humor und Herz.
Denn Regisseur Kyle Balda erzählt in seinem Film auch von Verlust und Trauer, vom Tod und dessen Bewältigung. Wenn Lily den Lämmern erzählt, dass man am Lebensende als Schaf zur Wolke wird und dann einsehen muss, dass das ja gar nicht so ist, dann ist das rührend.
Gleichzeitig ist diese Krimikomödie oft herrlich absurd. Wenn die Schafe dafür sorgen, dass Beweise ins Dorf gelangen und sich der Polizist wundert, dann ist das gute Comedy.
Der Film hätte schnell ins Alberne abgleiten können, das passiert aber glücklicherweise nicht. „Glennkill“ ist wirklich schöne Unterhaltung.

-> Trailer auf Youtube

Glennkill – Ein Schafskrimi
GB 2025, Regie: Kyle Balda
Sony, 109 Minuten, ab 6
7/10


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