Der 19-Jährige kam mit Familie und Freunden angereist – Eltern, Stiefbruder und ein Freund blicken auf die vergangenen Wochen zurück. Was sie sich für ihn wünschen
MAZ Nordbrandenburg, 12.5.2026
Oranienburg.
Die Heimat hat ihn wieder. Nach sechsstündiger Fahrt aus Köln rollt der Kleinbus auf den Parkplatz vor dem Oranienburger Bahnhof.
Es steigen aus: Tyrell Hagedorn, frisch gekürter Dritter bei der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar”, seine Familie und Freunde.
Es war eine lange Nacht. Die Show endete kurz nach Mitternacht, danach ist noch gefeiert worden, am frühen Sonntagabend dann die Ankunft in Oranienburg.
Auf der langen Fahrt haben sie Fußball geschaut. „Natürlich haben wir das Hertha-Spiel geguckt. 2:1, aber es ist eh nichts mehr zu retten, wir steigen eh nicht mehr auf“, erzählt Hertha-BSC-Fan Tyrell.
Sein Vater Tom Hagedorn (58) saß am Steuer des Kleinbusses. In den vergangenen Tagen und Wochen saß er sehr viele Stunden im Auto auf dem Weg zwischen Oranienburg und Köln. „Wir hatten ein strammes Programm in den letzten Wochen“, erzählt er.
Besonders die Reise zum Finale sei anstrengend gewesen. „Wir waren im Dublin-Urlaub, was man für den Kleinen natürlich früher abbricht“, so Tyrells Stiefbruder Lucas Peck (25). Zehn Stunden seien sie allein am Sonnabend unterwegs gewesen.
„Aber ich denke, es hat sich total gelohnt“, so der Vater Tom Hagedorn weiter. Seinen Sohn auf der Bühne zu erleben, sei „wirklich unbeschreiblich. Er hat unsere Erwartungen natürlich komplett übertroffen. Weil: Wir hatten ja keine.“
Er spielt darauf an, dass Tyrell eigentlich nach dem Recall schon ausgeschieden war und dann jedoch für eine freiwillig ausgeschiedene Kandidatin nachrücken durfte. Die Live-Shows seien immer der Bonus gewesen, hatte auch Tyrell selbst mehrfach betont.
„Wir sind alle superstolz auf Relli“, sagt Xaver Witczak (19) einer von Tyrells besten Freunden, der ebenfalls mit in Köln war. „Dass der Support am Ende so groß wird, hätte ich nicht gedacht.“
Nach Köln ging es immer mit dem Kleinbus. Tyrells Stiefmutter Cornelia Winkler (58) schmunzelt und erzählt: „Wir sind immer mit dem Transporter runtergefahren, weil wir ja dachten, wir müssen ihn wieder mit zurücknehmen. Und dann blieb er und blieb und blieb.“
Was glauben alle, wie es jetzt mit Tyrell weitergeht? „Der normale Alltag“, sagt Vater Tom Hagedorn. „Jetzt wird erst mal wieder Ruhe einkehren, hoffe ich jedenfalls.“ Worauf Tyrell lacht und antwortet: „Nein, jetzt geht‘s richtig los!“
Stiefbruder Lukas sieht Tyrell zukünftig auch im Reality-TV. „Er will das zwar nicht“, ergänzt er, aber er könne sich das für ihn vorstellen, zum Beispiel solche Shows wie „Love Island“.
Seine Stiefmutter Cornelia erklärt, dass erst mal das Abitur wichtig sei. „Aber wenn er danach Angebote bekommen würde, wäre das cool.“
Tyrell selbst freut sich auf alles, was kommen könnte. „Ich habe einfach Bock, die Leute zu begeistern“, erzählt er. Im besten Fall mit Musik, aber er sehe sich auch im Fernsehen.
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