34. Tanja (Sylvaine Faligant) hat Geburtstag, und das Schöne ist: Ihr Freund liegt neben ihr im Bett und weckt sie. Jerome (Jannis Niewöhner) schenkt ihr zum Geburtstag eine eigene, neue Webseite.
Denn sie ist eine Romanautorin, die aber noch auf den ganz großen Erfolg wartet. Er ist Webdesigner.
Es ist das Jahr 2018, ein heißer Sommer in Berlin. Die beiden sehen sich nicht ständig, denn sie führen eine Fernbeziehung. Sie lebt in Berlin, er im hessischen Maintal bei Offenbach.
Se vertrauen sich – irgendwie. Denn an ihrem Geburtstag passiert etwas, womit Tanja nicht gerechnet hat. Es steht zur Debatte, was die beiden eigentlich füreinander sind. Eine Überlegung, die ihr scheinbar eher Sorge bereitet.
Es ist eine ziemlich spröde Beziehung, der wir in dem deutschen Film „Allegro Pastell“ beiwohnen. Eigentlich ist gar nicht so richtig klar, ob das eine wirklich innige Liebe ist. Denn insbesondere Tanja macht einen eher kühleren Eindruck, sie hadert mit sich, ihrem Leben und ihrer Beziehung. Zumal es mit Janis (Nico Ehrenteit) in ihrem Umfeld jemanden gibt, der für sie schwärmt. Und Jerome trifft plötzlich seine Jugendliebe wieder.
So ganz wird man als Zuschauer aus dieser Beziehung nicht schlau, zumal der Eindruck besteht, dass es Jerome ohne Tanja eigentlich viel besser geht, und sie lässt ihn auch immer wieder ein wenig auflaufen. Selbst als er ihr davon erzählt, dass es da in der Ferne eine andere gibt, kocht sie nur innerlich.
Jannis Niewöhner spielt einen jungen Mann, der immer sehr positiv denkt, Sylvaine Faligant hat eher die Rolle der hadernden, sich nicht öffnenden Mittdreißigerin. Das wirkt manchmal ein bisschen hölzern, alles in allem sieht man den beiden dennoch ganz gern zu. Aber so richtig nah kommen einem diese Personen dennoch nicht.
Allegro Pastell
D 2025, Regie: Anna Roller
DCM, 100 Minuten, ab 12
6/10
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