(1) -> 2.6.2022
Kurz vor Mitternacht auf dem Times Square in New York. Gleich beginnt eine neue Ära. Jeder, der sich beim Todesboten angemeldet hat, erfährt zum Tagesbeginn, ob es vielleicht der letzte Tag ist. Ruft der Todesbote an, bekommt er die schlechte Nachricht.
Orion ist mit seiner besten Freundin Dalma dort, um den Start dieses neuen Unternehmens mitzuerleben. Für Orion wäre das Wissen um seinen Tod oder des Weiterlebens wichtig – er hat eine Herzschwäche und fürchtet, dass er nicht mehr lange leben wird.
Valentino ist gerade erst in New York angekommen, er will dort ein neues Leben beginnen. Kurz vor Mitternacht läuft er Orion und Dalma über den Weg. Und um Mitternacht bekommt er den allerersten Anruf des Todesboten.
Orion und Valentino beschließen, den Tag gemeinsam zu verbringen. Damit Valentino alles aus seinem Abschiedstag rausholen kann – und damit vielleicht Orion dauerhaft leben kann?
„Der Erste, der am Ende stirbt“ ist die Vorgeschichte von „Am Ende sterben wir sowieso“, wo auch schon über Jugendliche erzählt wurde, die vom Todesboten angerufen wurden. Hier sind wir dabei, wie alles angefangen hat.
Die Geschichte wirkt eigentlich unglaublich, und es ist auch immer mal wieder Thema, welche Folgen das Wissen hat, dass jemand heute sterben wird. Flugzeuge können nicht starten, Betroffene werden teilweise nicht mehr ausführlich ärztlich versorgt. Und sind Zufälle wirklich außer Kraft gesetzt?
Der Roman gibt darauf eine Antwort. Bis es aber so weit ist, erleben wir noch den Tag von Orion und Valentino.
Allerdings schweift der Autor Adam Silvera immer wieder ab und führt weitere Leute ein, die sterben oder nicht sterben. Das ist auf mehr als 500 Seiten etwas ausufernd und langatmig geraten, ehe der Schluss dann aber fesselt.
Adam Silvera: Der Erste, der am Ende stirbt
Arctis, 523 Seiten
6/10
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