Enzo

Eigentlich kommt Enzo (Eloy Pohu) aus einer wohlhabenden Familie, und eigentlich standen schon alle beruflichen Pläne fest. Doch er bricht aus aus dem Schutz der Familie: Stattdessen beschließt der 16-Jährige, eine Ausbildung zum Maurer zu beginnen.
Seine Eltern sind sauer, und deshalb kommt es zu Hause auch immer wieder zum Streit. Aber als Enzo tatsächlich seine Ausbildung beginnt, kommt er damit nach Anfangsschwierigkeiten klar. Sein Kollege Vlad (Maksym Slivinskyi), fast zehn Jahre älter als er, ist seine Bezugsperson. Vlad zeigt Enzo die Möglichkeiten auf, die sich ihm bieten.
Allerdings ist Enzos Zuneigung gegenüber Vlad größer als erwartet, und er sagt ihm das auch. Unterdessen läuft aber auch was mit einem Mädchen. Enzo will sich entscheiden – aber eigentlich hat er nur das wenigste davon selbst in der Hand.

Der französische Film von Laurent Cantet und Robin Campillo begleitet „Enzo“, so heißt der Film ja auch, ein Stück weit beim Erwachsenwerden. Das Ausbrechen bei den Eltern, die Suche nach Selbsterkenntnissen und Präferenzen.
Das ist einerseits durchaus interessant, weil Enzo erstaunlich mutig ist und Schritte geht, die vermutlich nicht wenige scheuen würden. Die Geschichte aber ist am Ende ärgerlich unentschlossen.
Spoiler: Leider gehört „Enzo“ zu den Filmen, die allen Beteiligten kein Happy End gönnen. Als Zuschauer ist man dabei, wie sich Enzo freikämpft, aber das wirklich Gute ist ihm nicht vergönnt. Man wird auf eine seltsam unzufriedene Weise aus diesem Film geschmissen. Eigentlich ist das unnötig.

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Enzo
Frankreich 2024, Regie: Laurent Cantet und Robin Campillo
Salzgeber, 102 Minuten, ab 16
6/10


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