Die Boyband Saturday startet so richtig durch. Die Tour durch die USA war ein großer Erfolg, die Europa-Tour soll das alles noch toppen.
Ruben, Zach, Jon und Angel sind echte Stars geworden, wenn sie irgendwo auftauchen, herrscht Kreischalarm. Kein Wunder, jeder der vier Jungs bedient ein Klischee, gemeinsam sind sie der große Teenie-Traum.
Hinter den Kulissen sieht es aber ganz anders aus. Denn Jon ist der Sohn des Produzenten Geoff mit seiner Firma Chorus – die hat die Geschicke der Band in der Hand und bestimmt, was passiert oder was nicht passiert.
Angel – eigentlich heißt er Reece – kann mit dem Druck immer schlechter umgehen, und er beginnt, Drogen zu nehmen. Den Bandkollegen fällt es aus, aber seitens Chorus unternehmen sie nichts.
Ruben ist schwul, in der Band ist das auch bekannt, aber er darf sich nicht outen, Chorus verbietet es ihm. Als sich aber Ruben und Zach verlieben, da läuft das Fass über…
„If this gets out“ – wenn das rauskommt. So heißt der Roman vom australischen Autorenteam Sophie Gonzales und Cale Dietrich. Denn darum dreht sich bei der Boyband sehr viel: Wenn das raus kommt … dass Angel Drogen nimmt. Dass Ruben und Zach ein Paar sind. Dass es Streitigkeiten in der Band gibt. Der schöne Schein muss bewahrt werden, und Chorus tut alles dafür, die vier jungen Männer zu unterdrücken.
Sicherlich ist in diesem Roman einiges zugespitzt – dass aber Produzenten über ihre Bandmitglieder bestimmen, ist nicht so weit hergeholt. Insofern ist dieser Blick hinter die Kulissen durchaus spannend, denn es wird der Punkt kommen, an dem sich die Jungs gegen ihren Produzenten auflehnen.
Sophie Gonzales / Cale Dietrich: If this gets out
Carlsen, 458 Seiten
7/10
Schreibe einen Kommentar