In „Mellis Small-Kitchen-Café“ in Oranienburg gibt es donnerstags bis montags ab 12 Uhr Speisen wie Klopse, Matjesfilet oder Schweineschnitzel
MAZ Oberhavel, 11.3.2026
Oranienburg.
Mittagessen gibt es immer ab 12 Uhr, am Montag standen Tortellini in Käse-Sahnesoße auf dem Plan. Jeden Tag – außer dienstags und mittwochs – wird bei Melli etwas anderes zum Mittag angeboten.
Dabei kann es auch schon mal eng werden. Denn das Frühstück, das es immer ab 9 Uhr gibt, kommt so gut an, dass manchmal gar nicht alle Plätze ausreichen und beim „Speisenwechsel“ am Mittag noch viele Frühstücker da sind.
„Und wir haben noch nicht mal richtig Werbung dafür gemacht“, erzählt Melanie Natusch. Manchmal müsse sie sogar Leute wegschicken. „Am Wochenende sind wir oft ausgebucht, das hätte ich nicht gedacht.“ Die 50-Jährige aus Oranienburg betreibt „Mellis Small-Kitchen-Café“ in der Berliner Straße 76, an der Ecke Walther-Bothe-Straße in Oranienburg.
Geöffnet ist donnerstags bis montags von 9 bis 16.30 Uhr. Das Mittagsangebot gibt es auch am Wochenende. „Am Montag haben viele Cafés geschlossen“, sagt Melanie Natusch. Deshalb wollte sie an diesem Tag öffnen – dafür ist immer am Dienstag und Mittwoch geschlossen.
Das ist gewissermaßen ihr Wochenende. „Aber frei habe ich da auch nicht.“ Mittwochs beispielsweise muss sie trotzdem einkaufen.
Damit der Platz im Café ausreicht, hat sie einen der Vorräume jetzt mitangemietet. „Mittagessen ist also auch dort jetzt möglich.“
Immer sonntags macht sie den Plan für die kommende Woche. Am Donnerstag, 12. März, stehen Hähnchenschenkel mit Pasta und Paprikagemüse auf dem Plan. Am Freitag, 13. März, gibt es Szegediner Gulasch mit Kartoffeln.
Auch am Wochenende gibt es Mittagessen: Am Sonnabend, 14. März, etwa Topfwurst mit Sauerkraut und Kartoffelstampf. Topfwurst ist auch als Blutwurst oder „Tote Oma“ bekannt. Ein Schweineschnitzel mit Gurkensalat und Bratkartoffeln wird am Sonntag, 15. März, angeboten.
Ein Hühnerfrikassee mit Reis steht am Montag, 16. März, bei Melli auf dem Plan. Die Speisen dieser Woche kosten zwischen 7,90 und 9,90 Euro. „Wir machen Hausmannskost“, sagt Melanie Natusch dazu.
Hin und wieder werden auch teurere Speisen angeboten. „Als wir Gänsekeulen hatten, da haben wir das nur mit Reservierung gemacht, da kamen dann 70 Leute.“ Das war am ersten Weihnachtsfeiertag – da war das Café auch geöffnet, ebenso am zweiten Feiertag.
„Mellis Small-Kitchen-Café“ liegt im Erdgeschoss einer Seniorenresidenz. Aber geöffnet ist es für jeden, der kommen will. „Viele Senioren kommen täglich zu uns runter, wir haben aber auch viele Stammgäste von außerhalb, teilweise noch aus Hennigsdorf.“
Denn dort gab es das erste Small-Kitchen-Café von Melli. Weil aber die Küche zu klein war, gab sie die Lokalität wieder auf. Seit dem 12. Dezember 2024 ist sie damit nun in Oranienburg vertreten. „Das war Zufall, wir waren hier einmal Kaffee trinken.“ Als ihr Mann dann gelesen habe, dass das Café frei sei, haben sie es sich noch mal angeschaut.
Es ist ein echter Familienbetrieb. Ihr Mann Udo (60) und ihr Sohn Tim (21) stehen in der Küche. „Ich bin jetzt seit vier Wochen dabei“, erzählt Tim Natusch. Mit den Eltern beruflich zusammenzuarbeiten sei kein Problem, sagt er. Es sei schon mal stressig, „das ist aber überall so, und man darf dann nicht alles persönlich nehmen.“
Wichtig sei Melli und ihren beiden Köchen, dass die Speisen zum Mittag tatsächlich alle hausgemacht seien. So gab es am Donnerstag voriger Woche Matjesfilet mit Remoulade, die in der Küche entstanden und dementsprechend lecker war. „Das sind halt meine Männer in der Küche.“
Manchmal, wenn es aufwendige Speisen seien, dann sage sie schon mal: „Kauf doch!“ Aber gerade das wollen die beiden Köche eben nicht. „Deshalb gibt es aber auch nur ein Mittagessen am Tag.“
Zu den beliebtesten Speisen am Mittag gehören auch das Gulasch, Königsberger Klopse oder auch mal eine Soljanka. „Alles, was eben typisch Hausmannskost ist“, sagt Melanie Natusch. „Manchmal sind es einfache Eintöpfe, die die Leute wollen.“
Wer dann noch Hunger hat oder naschen will, bekommt bei Mellis auch noch Desserts wie einen Schokopudding oder auch Eisbecher.
Bevor Melanie Natusch das Café erst in Hennigsdorf, dann in Oranienburg betrieb, arbeitete sie 30 Jahre lang im Handel. Sie leitete eine Rewe-Filiale in Berlin. „Aber wir wollten kürzer treten.“ Allerdings macht auch das Café in Oranienburg durchaus viel Arbeit.
Morgens gegen 7 Uhr beginnt der Arbeitstag des Caféteams. „Mein Mann bereitet dann alles fürs Frühstück vor, ich decke die Tische ein, gehe eventuell noch mal einkaufen. Einmal die Woche geht’s zum Großmarkt.“
Der Erfolg des Cafés ist offenbar groß. „Es läuft alles so, wie wir uns es gewünscht haben“, sagt Melanie Natusch. Im Sommer ist auch die Terrasse geöffnet.
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