(1) -> 14.11.2024
Malou Graf, die in München bei der Zeitung „Der Tag“ eine beliebte Gesellschaftskolumne hat, erlebt turbulente Zeiten. Sie interviewt Romy Schneider und ist dabei selbst hochschwanger. Sie bekommt direkt nach dem Interview im Hotelzimmer ihr Kind.
Unterdessen versucht sie mit der Situation klarzukommen, dass ihr Vater ja gar nicht ihr leiblicher Vater ist, sondern ausgerechnet ihr Chef bei der Zeitung. Unterdessen heiratet sie, muss aber auch einen Schicksalsschlag hinnehmen.
In Teresa Simons zweiten Roman über „Die Reporterin“ geht es um „Worte der Wahrheit“, denn darum versuchen sich viele Leute in ihrem Umfeld zu drücken. Sie steht zwischen Karriere und Familie und versucht, beides unter einen Gut zu bekommen.
War der erste teil aber noch eine gute Mischung aus Gesellschaftsprofil der 60er-Jahre und der Geschichte einer Frau auf dem Weg zur anerkannten Gesellschaftsreporterin, so ist Teil 2 extrem seicht und oberflächlich. Der Roman ist leider nicht mehr als eine Soap mit einem teilweise gelangweilten Schreibstil.
Einerseits schrieb die Autorin lauter Belanglosigkeiten auf, ziemlich inhaltsleere Dialoge und ewige Beschreibungen von Nichtigkeiten. Andere Geschichten, die spannend sein könnten, werde lapidar abgehandelt.
Hier wurde viel Potenzial verschleudert.
Teresa Simon: Die Reporterin – Worte der Wahrheit
Heyne, 430 Seiten
5/10
Schreibe einen Kommentar