Ku’damm 77

MI 14.01.2026 | 20.15 Uhr | ZDF

Das Schlimmste, was einer Serie passieren kann, ist, dass man ihr ansieht, wie sehr gespart werden musste. Scheinbar hatte man beim ZDF zwar Lust, die Ku’damm-Serie fortzusetzen, aber richtig viel Geld wollte man wohl dafür nicht einsetzen. Schade.
Nach „Ku’damm 56“, „Ku’damm 59“ und „Ku’damm 63“ machen wir einen Zeitsprung. Es sind 14 Jahre nach Staffel 3 vergangen.

Die Tanzschule „Galant“ am Kurfürstendamm gibt es immer noch. Familie Schöllack lebt mit drei Generationen in der Wohnung darüber. Die älteste Tochter Helga ist jetzt die Chefin. Monika will, dass ihre Tochter Dorli eine Tanzkarriere startet. Eva kommt aus dem Gefängnis.
Bei all dem werden sie von der SFB-Reporterin Linda Müller gefilmt, die eine Doku über die Schöllacks drehen will.

Es ist ein Jammer. „Ku’damm 77“, die letzte Folge lief am Mittwochabend im ZDF, wirkt nur noch wie eine etwas bessere Soap. Es fehlen wirklich Spannungsmomente. Die meisten Handlungsstränge sind nur mäßig fesselnd. Ein 70er-Flair kommt erst gar nicht auf, weil die Popkultur völlig außen vorgelassen wurde.
Die schlimmste Idee war es aber, dass die Familie von der Journalistin gefilmt wird. Ständig sieht man alles aus der gefilmten Perspektive, inklusive schlechter Bildqualität in 4:3. Das sorgt weder für Atmosphäre, noch bringt es der Story irgendwas (nur ganz am Ende, aber das wäre sicherlich drehbuchtechnisch auch anders gegangen).
Will man die Ku’damm-Serie tatsächlich fortsetzen, dann sollte dringend wieder mehr Mühe und Ideen ins Drehbuch gesteckt werden. Denn das war wirklich viel zu wenig.

-> Die Serie beim ZDF (bis 27. Dezember 2026)


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