Nebel lag über Oberhavel, und der Dunst setzte sich am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages auf der Erde ab. Die Folge. Glatteis auf Wegen und Straßen. Es wurde auch sogleich überall gewarnt, und wer auf den Straßen unterwegs war, konnte auch durchaus sehen, dass die Fahrbahnen glitzerten.
Ich war an dem Abend auch unterwegs, und das erste, was ich machte, nachdem ich aus der schon gestreuten Tiefgarage fuhr: einen Bremstest. Tatsächlich war es ziemlich glatt. Somit war klar: vorsichtig sein. So schlich ich von Oranienburg aus nach Schwante, wo gerade die Nebenstraße sehr glatt waren.
Auf der Rückfahrt waren immerhin schon die großen Straßen gestreut.
Im Social Media war das Gemeckere aber sehr groß. Überall, in Oranienburg, Hennigsdorf oder Glienicke dieselbe Nörgelei: Nichts sei gestreut. Überall sei es glatt. Und das könne doch nicht sein, man zahle ja schließlich Steuern.
In diversen Ortsgruppen gab es also Fotos von Wegen, die glatt waren. Aber auch immer Meldungen, dass anderswo durchaus schon gestreut worden sei.
Ich kann den Unmut verstehen. Andererseits war das Glatteis, zumindest am Freitagabend so nicht angekündigt, und man muss ja auch erst mal die großen, wichtigen Straßen entschärfen, bevor man nach und nach zu den kleinen Wegen kommt. Aber das Verständnis hält sich bei vielen Leuten in Grenzen. Scheinbar weil die Bequemlichkeit etwas gestört ist oder weil man kein passendes Schuhwerk hat oder weil man allgemein über alles nörgelt.
Solche Services könnten natürlich immer besser laufen, aber bald können wir ja froh sein, wenn es sie überhaupt noch gibt. Dann müssen wir wohl alle selber anpacken.
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