Am 28. Dezember 2025 hätte Hildegard Knef ihren 100. Geburtstag gefeiert. Unter der Regie von Luzia Schmid entstand eine Doku, die die Schauspielerin und Sängerin in Aktion zeigt. Bei Auftritten, in Talkshows, in anderen privaten Situationen.
In der Doku erfahren wir, wie sie mit dem Skandal rund um den Film „Die Sünderin“ klarzukommen versuchte, wie es ihr mit dem Empfang als Wiederbewohnerin von Berlin ging, wie sie überhaupt das wurde, was sie war.
Dabei war es schon immer ihr Bestreben gesellschaftliche Normen hinter zu lassen und immer ihren eigenen Weg zu gehen.
Im Film zeichnet Luzia Schmid zwar nach, was Hildegard Knef ausmachte, sie macht neugierig auf die Person und auf ihre Filme. Die Doku selbst aber ist leider überhaupt nicht gelungen. Gerade dösig geht der Film Punkt für Punkt die Lebensereignisse durch. Hildegard Knef äußert sich dazu, oder Weggefährten sagen was. Oder die Schauspielerin Nina Kunzendorf liest Originaltexte von Hildegard Knef – aber auch das auf sehr nüchterne Weise. Der Doku fehlt jegliche eigene Idee oder irgendein Spannungsbogen.
So spannend die Porträtierte auch ist, so langweilig ist leider die Doku über sie.
Ich will alles – Hildegard Knef
D 2024, Regie: Luzia Schmid
Piffl Medien, 98 Minuten, ab 12
4/10
Schreibe einen Kommentar