Mittagessen in Oberhavel: Von der Erbsensuppe bis zur Boulette

Der Schwarzbach-Imbiss an der B96 in Teschendorf ist nicht nur für Reisende ein lohnender Stopp – viele Speisen sind hausgemacht

MAZ Oberhavel, 19.12.2025

Teschendorf.
Gerade jetzt, im Winter, ist sie perfekt: eine wärmende und sättigende Erbsensuppe mit Bockwurstscheiben. Janine Stache reicht die volle Schüssel aus ihrem Fenster.Für 5 Euro ist die Suppe zu bekommen, die Bockwurst kostet zusätzliche 2 Euro. Das lohnt sich, denn die Suppe ist hausgemacht. Sie stammt vom Koch Martin Wetzel.

Der Schwarzbach-Imbiss befindet sich am nördlichen Ortsausgang von Teschendorf im Löwenberger Land, direkt an der B96, in der Hauptstraße 55. Hier stoppen aber nicht nur Autofahrer, die auf der Bundesstraße unterwegs sind. Immer wieder kommen auch Handwerker aus dem Ort und der Region, um sich am Imbiss zu stärken. Er ist derzeit montags bis freitags von 5.30 bis 16 Uhr geöffnet, sonnabends ab 9 Uhr. Im nächsten Jahr besteht auch wieder sonntags ab 9 Uhr das Angebot.
Zwar ist offiziell immer bis etwa 16 Uhr geöffnet, aber gerade im Sommer kann es auch schon mal länger werden. „Bis 16 Uhr ist unsere Kernzeit“, sagt Antje Schwarzbach, die zu den Betreibern des Imbisses gehört. „In den Sommermonaten haben wir am Wochenende oft bis 19 Uhr geöffnet“, erzählt sie. „Ich glaube, das Längste, was ich mal mitgemacht habe, war bis 21 Uhr, da fühlten wir uns fast schon als Späti.“

Seit 2019 betreiben Schwarzbachs den Imbiss, davor stand er einige Jahre unter anderer Leitung. „Das ist hier das alte Sägewerk“, sagt Martin Wetzel über das Gelände an der B96. „Zu DDR-Zeiten wurden hier Sperrholzplatten hergestellt.“
Heute ist dort der Firmensitz des Meisterbetriebes Schwarzbach, einer Firma für Sanitär, Heizung und Brunnenbau. Der Imbiss an der B96 ist quasi ein Nebengeschäft.
Im April 2025 ist der Imbiss nach einem guten Jahr Pause wiedereröffnet worden. Ein echter Relaunch. „Wir haben komplett alles neu gemacht, der Container ist neu“, so Antje Schwarzbach. „Das davor war alt und nicht mehr schön.“

Los geht es von 5.30 bis 9.30 Uhr mit einem Frühstücksangebot. Es gibt belegte Brötchen, aber auch Bockwurst, Knacker, Currywurst oder eine hausgemachte Boulette mit Kartoffelsalat. „Ab 10 Uhr sind die Suppen warm“, sagt der Koch Martin Wetzel. „Manchmal kommen auch morgens schon Leute, die dann die kalte Suppe zum Mitnehmen bestellen.“
Es gibt Erbsensuppe, aber auch Soljanka, Gulasch- und Kartoffelsuppe. Momentan ist auch ein Chili con Carne im Angebot. Manchmal gibt es auch Kürbis- oder Tomatensuppe, das ist auch saisonabhängig. Im Januar könnte es verschiedene Kohlsuppen geben.
Darüber hinaus ist Milchreis ebenso im Angebot wie Nudeln und Tomatensoße. Außerdem auch zum Mittag verfügbar: Currywurst, Bratwurst, Bockwurst, Knacker.

„Die Erbsensuppe und die Gulaschsuppe sind unsere Renner“, sagt Martin Wetzel. „Und die Soljanka.“ Antje Schwarzbach ergänzt: „Auch die Bratwurst.“ Dabei handele es sich um Thüringer Rostbratwurst. „Die lassen wir uns anliefern aus Thüringen.“
„Wir achten darauf, nicht mit Geschmacksverstärkern zu arbeiten“, erklärt Martin Wetzel. „Ich versuche grundsätzlich, alles ordentlich zu kochen.“

Drei Leute arbeiten fest für den Imbiss. „Dazu kommen Studenten und Schüler, die uns in der Hochsaison unterstützen. Wir haben da ein sehr gutes Netzwerk.“
Martin Wetzels Arbeitstag beginnt in der Regel gegen 8 Uhr. „Da bin ich zum ersten Mal hier und plane, was alles gemacht werden muss.“ Dann geht’s ans Kochen.

Das verwendete Fleisch, auch das gehackte, ist übrigens regional – es kommt von der Fleischerei Thiemann in Zehdenick. „Das ist uns ganz wichtig“, sagt Antje Schwarzbach.
Auch sonst ist Nachhaltigkeit ein großes Thema. Es gibt Geschirr und Besteck, kein Plastik, keine Pappe. Ausnahmen gibt es nur, wenn Kunden ihr Essen mitnehmen möchten. „Aber auch die Suppe gibt es in einer Schale aus Porzellan, auch das war uns wichtig.“

Neben dem Imbissangebot gibt es aber auch noch einige Extras. In Teschendorf werden Grabower Küsschen angeboten. „Die holen wir selbst vom Werk.“ Die Schokoküsse mit der Sahne im Inneren sind besonders in Ostdeutschland beliebt.
Jetzt, in der Vorweihnachtszeit, werden zudem selbstgebackene Kekse oder Dominosteine angeboten. „Das ist viel Arbeit, aber die kommen super an“, sagt Martin Wetzel mit einem Lächeln.
Wichtig für Lkw-Fahrer: Auch sie können von der B96 auf den Hof abbiegen, auf dem hinteren Teil des Geländes könne gewendet werden. Zudem sei Kartenzahlung möglich, auch bei kleinen Beträgen.

Vom 24. Dezember bis 4. Januar legt der Schwarzbach-Imbiss in Teschendorf eine Weihnachtspause ein. Am 5. Januar 2026 beginnt dann wieder der reguläre Betrieb.


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