Primarks billiger Billigmarkt

In dieser Woche habe ich mal wieder Berlins bekanntesten Billigmarkt besucht. Das besondere ist allerdings, dass die Marke so wahnsinnig bekannt ist, dass es quasi unerheblich ist, wie ramschig es dort inzwischen aussieht.

Die Rede ist von Primark. Die Filiale befindet sich an der Joachimsthaler Straße in Charlottenburg. Und ich sage mal so: kundenfreundlich ist anders.

Wer – wie ich – in die Herrenabteilung will, muss vom Erdgeschoss ins 2. Obergeschoss. Ich benutzte die Rolltreppe. Im 1. OG geht die Rolltreppe aber nicht einfach weiter, sondern man muss einmal um das Rolltreppenhaus rumlaufen. Dazu läuft man dann durch die Damenabteilung, und man muss dementsprechend sich auch an Frauen vorbeidrängeln, die im Gang stehend, irgendwas ansehen oder anprobieren. Das ist irgendwie unangenehm. Den Kundinnen und mir auch.
Um im 2. OG in die Herrenabteilung zu kommen, muss ich dann erst mal durch die Kinderabteilung.

Es ist wirklich sehr billig, was da so an Klamotten rumliegt. T-Shirts für 8 Euro sind fast schon teuer, es gibt auch billigere. Hosen für 19 Euro, Schlabberhosen, Hoodies, Unterwäsche, auch Sakkos, Mützen und Schuhe.

Allerdings liegen viele Klamotten nicht auf dem Stapel, sondern sind irgendwo hingeschmissen. Vermutlich von Leuten, die eine Ware nur mal kurz angesehen haben. So sieht dieser Laden wie ein Schlachtfeld aus, vom dreckigen Fußboden mal ganz zu schweigen.
Zudem scheinen die Kunden dort klauen wie die Raben. Wer in eine Umkleidekabine will, muss sich bei einer Frau, die extra am Eingang postiert ist, eine Registrierung geben lassen. Erst dann darf man zu den Umkleiden. Habe ich so noch nirgendwo erlebt.
An den Kassen hingegen sind nur 3 von 12 besetzt. Weil man ja an der Anprobe so aufpassen muss und da jemanden extra hinstellt.

Laden dreckig und müllig, eine ewig lange Schlange, und auf dem Weg nach unten musste ich schon wieder durch die Damenabteilung latschen.
Primark mag billig zu sein – aber leider auch extrem unangenehm.


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