Jemenitische Bananen

Öfter mal was Neues. Ich war noch nie jemenitisch essen. An der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln gibt es ein jemenitisches Restaurant, das auch genauso heißt – vielleicht wäre ein „richtiger“ Name zu kompliziert gewesen.

Ich hatte allerdings ein bisschen das Problem, dass ich nur eine Kleinigkeit essen wollte. Wir waren in dem Laden, weil wir dort gewissermaßen auf einer After-Show-Party waren – oder so. Weil ich danach aber noch eine größere Essensverabredung hatte – ja, ja, voll busy -, suchte ich auf der Karte nur nach kleinen Nachspeisen.

Meinen Stuhl musste ich erst mal austauschen, weil er komplett durchgesessen war und ich das Gefühl hatte, dass mein zarter Hintern fast auf der Erde sitzt. Gleiches beim Stuhl meines Begleiters. Wir tauschten sie aus.

Die Karte ist eigentlich ganz spannend. Es gibt Huhn, Fisch, Rei, Salate – eigentlich war es schade, dass ich nur eine Kleinigkeit nehmen konnte. Ich schaute also bei den Nachspeisen.
Mir fiel das Bananen Fattah auf. Das sind Bananenringe mit Brotkrumen, Honig und Schwarzkümmel. Netter Nachtisch.
Bestellen muss man an der Kasse, aber dann geht alles sehr zügig. Alles wird an den Tisch gebracht.

Als dann das Bananen Fattah vor mir stand, bekam ich große Augen. Denn es handelte sich zwar in der Tat um eine Nachspeise – allerdings in einer großen – sehr großen, gut gefüllten Schüssel.
Die Bananenringe waren zu erahnen, aber eigentlich war es ein sehr dicker Brei, oben drauf der Honig.
Der Geschmack war okay. Aber vor allem: Es war zu viel. Viiiiiiel zu viel.

Die Schüssel kostet 6,50 Euro, was für eine Nachspeise nicht wenig sind, aber irgendwie noch okay. Allerdings bei der Menge ist das fast schon preiswert gewesen. Was aber nichts daran änderte, dass ich tatsächlich nur ein Viertel davon schaffte. Und irgendwie dann auch satt war.
Auch die anderen Speisen, die die anderen so bekamen, waren sehr reichhaltig. Offenbar isst man im Jemen sehr umfangreich und viel.

Ich ließ die dreiviertel volle Schüssel stehen – bezahlt hatte ich ja schon. Aber eigentlich müsse man da irgendwann noch mal hin…


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter:

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert