Das Leben von Matthias (Max Riemelt) läuft hervorragend – aber es wird sich ändern. Er lebt in Berlin, er ist Single, er arbeitet sehr erfolgreich in einer Werbeagentur, er hat Geld, er muss sich keine Sorgen machen.
Dann aber stirbt seine Mutter. Ihr letzter Wille: Ihre Asche soll verstreut werden – in Kuba. Er reist dort hin. Und alles ist anders.
Denn in Kuba stellt er fest, dass er vielleicht alles Materielle hatte. Aber auch, dass das vielleicht nicht alles ist.
„Ernesto’s Island“ heißt der Film von Ronald Vietz, der einen Mann zeigt, der scheinbar sich und sein Leben noch mal neu kennenlernt. Gemeinsam mit Matthias erkunden wir Kuba, und wir sehen, dass er neue Beziehungen knüpft und sich auch emotional immer mehr an das Land bindet. Selbst wenn Berlin auf seine Rückkehr drängt.
Ernesto’s Island gibt es übrigens tatsächlich. Fidel Castro benannte 1972 eine kleine Insel in der Schweinebucht bei einem Staatsbesuch in der DDR um – in Cayo Ernest Thaelmann.
Die guten Bilder aus Kuba, die oft sogar echt oder improvisiert wirken, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film oft leider recht langatmig geraten ist.
-> Trailer auf Youtube
Ernesto’s Island
D 2022, Regie: Ronald Vietz
Neue Heimat, 114 Minuten, ab 12
5/10
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