FR 17.03.2023 | 21.45 Uhr | Das Erste
Sitzen ein paar Promis in einem Studio und lesen öde Gags vom Teleprompter ab.
Tja, bei der ARD ist man der Meinung, als eine solche Comedy die Welt retten würde, und weil die schon geahnt haben, schränken sie das gleich mal ein: „Ein bisschen.“ Dabei müsste der Untertitel in Wirklichkeit heißen: „Ach, nee, doch nicht.“ Denn diese Comedysendung, die am Freitagabend zum ersten Mal im Ersten zu sehen war, rettet gar nichts. Diese Comedy selbst ist nicht zu retten.
Mirja Boes, Matthias Matschke, Lisa Feller und Simon Pearce saßen am Freitag also in diesem Studio rum, um das aktuelle Geschehen zu betrachten. Aber nur kurz, denn eigentlich dienen diese mehr schlecht als recht vorgetragenen Gags als Rahmenprogramm für mehrere Sketche. So redete Matthias Matschke über eine „Scheiß doch drauf“-Karte für ökosorgenfreies Einkaufen im Zeltalter des Greenwashings. Simon Pearce sprach über seltsame Eltern-Weisheiten. Lisa Feller erfand eine App, auf der man sich mit blöden Leute verabreden könne.
Ja, irgendwie ging es in allen Sketchen darum, die Welt irgendwie besser zu machen, wenn auch oft nur auf ironische Weise. Nur leider war das alles irgendwie nicht witzig, und die Stimmung sank sowieso wieder auf null, wenn wieder die lahmen Vierer-Gespräche mit den abgelesenen Witzchen drankamen.
Glücklicherweise begann ein paar Minuten später ja die „heute show“ im ZDF. Warum man im Ersten stattdessen immer noch nicht das Potenzial der schon lange laufenden Satiresendung „extra 3“ erkennt und ihr einen besseren und vor allem festen Sendeplatz gibt, bleibt ein Rätsel.
-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 17. März 2025)
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