Otto Fröhliche – Advent, Advents mit Otto und Friends

FR 03.12.2021 | 22.15 Uhr | Das Erste

Comedyshows ohne Publikum. Schwierig. Denn wenn in einer witzigen Shows die Atmosphäre fehlt, dann haben es die besten Gags schwer. Dann muss man schon mal nachhelfen.
Dass aber auch das ganz schlimm nach hinten losgehen kann, das hat Das Erste am Freitagabend auf eindrucksvolle Weise gezeigt.

Nach vielen Jahren kehrte Otto Waalkes mal wieder mit einer extra fürs Fernsehen konzipierten Show zurück. In „Otto Fröhliche – Advent, Advents mit Otto und Friends“. In dieser vorweihnachtlichen Show machte Otto Gags, der sang und er hatte Gäste. Dazu gehörten Judith Rakers, die einer sehr lustige Nachrichtenparodie hatte, mit Florian Silbereisen hat Otto gesungen, Oliver Pocher war dabei, auch Dieter Hallervorden und ganz viele mehr. Zwischendurch gab es kurze Ottifanten-Clips, ein Weihnachtsmann-Casting, und Otto und die Ottifanten sagen „White Christmas“.
Dabei wirkte Otto alles andere als 73 Jahre.
Es war eine durchaus heimelige, nostalgische, manchmal alberne, aber durchaus festliche und auch an vielen Stellen lustige Show.

Und dennoch hat die ARD sie ruiniert. Weil bei der Produktion kein Publikum sein durfte, musste das in der Postproduktion „hinzugefügt“ werden. Alle Lacher, jeder Applaus kam vom Band. Nun können solche Lacher dezent eingesetzt werden – oder penetrant. Die ARD entschied sich für letztere Variante. Die Lacher waren oft laut und unpassend, manchmal so plötzlich und überdreht, dass man als Zuschauer zusammenzuckte. Diese oft aufdringlichen Konservenlacher übertönten teilweise sogar Gags. Manchmal wurde auch gelacht, als etwas gar nicht sooo lustig war.
Wer das abgemischt hat, muss irgendwie einen schlechten Tag gehabt haben. Und wer das so abgenommen hat, auch.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 23. Dezember 2021)


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