Sebastian (Linus Moog) ist 16, er lebt in einem kleinen Ort, ist viel draußen unterwegs, mit der Familie gibt es die üblichen Teenie-Konflikte.
Aber dann wird plötzlich Kolja (Aurel Klug) Teil der Familie. Auch er ist 16, und angeblich ist er der Sohn einer gerade verstorbenen Freundin seines Vaters. Aber irgendein Geheimnis scheint darüber hinaus noch dahinter zu stecken.
Kolja jedenfalls zieht mit seiner Lockerheit und Freundlichkeit alle in seinen Bann – auch Sebastian. Bals ist klar, dass sich die beiden ineinander verliebt haben. Aber bald ist klar, welches Geheimnis Sebastians Eltern bislang verschwiegen haben. Es macht ihre Liebe unmöglich.
Womöglich.
Max Hegewald erzählt in seinem Film „Free at Heart“ ein familiäres Drama. Sebastians Vater ist eine angesehene Persönlichkeit im Ort, seine Mutter ist teil des Chores. Als aber das Geheimnis ans Licht kommt, rücken alle im Dorf nach und nach ab. Es wird offen und nicht offen getuschelt, die Familie wird gemieden.
Für den Zuschauer ist das ein Kampf mit den Emotionen. Denn der film ist eigentlich fröhlich, er hat eine starke Kraft, er ist voller Liebe. Das ändert sich aber schlagartig.
Denn plötzlich muss man sich mit Moral auseinandersetzen, mit Paragrafen, mit Gesetzen. Aber immer noch auch und vor allem mit der Liebe, die sich nicht um Gesetze schert. Am Ende fragt sich jeder selbst, welchen Standpunkt man dazu hat.
Free at Heart
D 2025, Regie: Max Hegewald
Salzgeber, 115 Minuten, ab 16
7/10
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