FR 23.10.2026 | Netflix
Ein Hurrikan zieht auf, und zwei Halbbrüder stellen sich so rundum dämlich an und sind dabei einfach nur unsympathisch doof, dass man als Zuschauer nicht wirklich mit ihnen mitfiebern kann.
Sie kämpfen „Gegen den Hurrikan“ – so heißt der Katastrophenfilm auf Netflix.
Lange spielen sie herunter, was da droht. Aber der Hurrikan soll schlimmer werden als gedacht. Wirpul (Benny Emmanuel) und sein Halbbruder Candi (Kristyan Ferrer) müssen sich um die Yacht eines reichen Geschäftsmannes kümmern. Während der ferab der Katastrophe besorgt um sein Geld ist, müssen die beiden Brüder an die Sturmfront der mexikanischen Touristenmetropole Acapulco.
Aber das Absichern der Yacht funktioniert nicht so wie gedacht – und so wird ihr Job bald ein reiner Überlebenskampf.
… bei dem sich die Brüder echt dusslig anstellen. Erwähnte ich das schon? Der Film von Jorge Michel Grau, der auch am Drehbuch mitschrieb, scheitert nicht nur an teilweise bekloppten Story-Elementen. Er scheitert offenbar auch am Geld, oder die Filmemacher halten die Zuschauer für ein bisschen dämlich. Oder beides.
Den Sturm erleben wir fast nur in dem kleinen Schiff, als sich die Szene dann aber doch auch nach draußen verlagert, wird es filmtechnisch kritisch. Als die beiden Männer über Bord gehen, sehen sie in der Ferne ein anderes Boot, zu dem sie schwimmen – das dann im nächsten Schnitt erstaunlich flott in Reichweite ist.
Später gibt es eine Szene, in der Wirpul erneut über Bord geht, und es wirkt, als befände er sich plötzlich in einem nahezu windstillen Tümpel. Dass die Szene im Studio entstand, lässt sich nicht leugnen – man hätte das aber ruhig mal ein bisschen besser vertuschen können. Als dann eine Megawelle das Boot erfasst und Wirpul das schwimmend seelenruhig beobachtet (die Welle ist eben sehr begrenzt), ist der cineastische Ofen komplett aus.
Das ist schade, denn an sich ist „Gegen den Hurrikan“ durchaus spannend und könnte richtig gut sein. So aber kratzt er stellenweise am Trash vorbei.
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