Die neue mobile Feldküche in Sachsenhausen bietet viermal pro Woche vier verschiedene Gerichte an
MAZ Oberhavel, 14.10.2026
Sachsenhausen.
In Sachsenhausen gibt es ein neues Imbiss-Angebot. Auf dem kleinen Parkplatz am Feuerwachturm am nördlichen Ortsausgang steht neuerdings eine Gulaschkanone. Wer regelmäßig auf der Granseer Straße unterwegs ist, dem dürfte sie schon aufgefallen sein.
Am Dienstagvormittag begrüßte Ralf Berner seine Kunden in Sachsenhausen. „Mein Kollege und ich wechseln uns ab“, erzählte er. Entweder steht der Schwantener an der Gulaschkanone oder der Kremmener Harald Schade.
Seit etwa 14 Tagen gibt es das Angebot. Immer dienstags bis freitags von 10 bis 14 Uhr wird das Mittagessen in Sachsenhausen verkauft. Die Gulaschkanone steht nicht dauerhaft an seinem Standplatz. „Der Wagen steht in Kremmen, dort wird auch gekocht“, sagte Ralf Berner.
Betreiber der Gulaschkanone ist Robert König. Der Bärenklauer steht dafür jeden Morgen in seiner Küche in Kremmen. Um 5 Uhr beginnt dafür sein Arbeitstag.
Immer vier verschiedene Gerichte werden in Sachsenhausen angeboten. Am Dienstag waren Kassler mit Sauerkraut und Kartoffeln zu haben. Außerdem eine Soljanka, ein Erbseneintopf mit oder ohne Bockwurst und Nudeln mit Tomatensoße. Die Preise bewegen sich zwischen 6 und 8 Euro.
Die Gerichte wechseln von Tag zu Tag. Für den Mittwoch verspricht Robert König beispielsweise eine Haxe mit Bayrisch-Kraut.
In den vergangenen beiden Wochen gehörten aber auch schon ein Wildschweingulasch zum Angebot, ein Bohneneintopf oder auch ein Eisbein.
„Der Erbseneintopf geht sehr gut“, erzählte Ralf Berner. „Auch die Soljanka ist beliebt.“ Robert König ergänzte: „Wir sind noch am Ausprobieren. Aber Erbsen- und Linsensuppe sind sehr beliebt, auch die grüne Bohne, und das Eisbein auch.“
Seine Devise: „Bei der Stange bleiben und pünktlich sein.“ Wer möchte, kann das Essen auch mitnehmen. Dazu könnten auch eigene Töpfe oder andere Behälter mitgebracht werden.
Das Essen wird morgens also frisch zubereitet. Ist es fertig, dann kommen Ralf Berner oder Harald Schade ins Spiel. Sie fahren dann mit der Gulaschkanone von Kremmen nach Sachsenhausen.
Das Essen wird vor Ort im Wagen warmgehalten. „Mit Gas und Wasserbecken“, erklärt Ralf Berner. So werden die Speisen nicht kalt. Beim Hänger handelt es sich um eine TFK 250. TFK steht für Taktische Feldküche. Das Modell ist anfangs für die Bundeswehr entwickelt worden.
„Die haben wir neu gekauft“, sagte Robert König. Bis vor zehn Jahren war er schon mal mit einer Feldküche unterwegs. Seine Gulaschkanone stand beispielsweise auf einem Markt in Berlin-Pankow. „Ich war auch viel in Rostock.“ Außerdem betrieb er den Imbiss auf dem Schwanteland-Gelände auf dem Gewerbehof in Schwante.
Mit der mobilen Feldküche ist Robert König derzeit nur in Sachsenhausen vertreten, „eventuell kommen andere Standorte dazu“, sagte er. Innerhalb von Oranienburg steht derzeit nach seinen Angaben ein weiterer Standort am Sonnabend zur Debatte. Auch könnte er sich vorstellen, auf Weihnachtsmärkten präsent zu sein.
Wenn Ralf Berner vier Stunden lang das Essen in Sachsenhausen verkauft, isst er dann auch selbst mal etwas? „Manchmal“, sagt er und lächelt. „Ich esse die Erbsensuppe ganz gerne.“
Den Standort am Feuerwachturm hält er für sehr gut. Dort herrscht immer Durchgangsverkehr. „Es wird sich rumsprechen, dass es hier schmeckt“, sagt ein Handwerker, der gerade seine Suppe isst. Robert König sagt dazu: „Ich würde mich freuen, wenn die Leute kommen.“
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