DO 08.10.2026 | 22.55 Uhr | 3sat
Es ist Berlins angesagter Club – und vermutlich auch der geheimnisvollste und sagenumwobenste. Der KitKatClub.
Hinter den verschlossenen Türen befindet sich eine kleine Welt, die uns sonst verborgen bleibt, in der es scheinbar nur wenige Tabus gibt, wo sich jede/r so ausleben kann, wie er/sie das möchte.
Die Doku „One Night at KitKat“, am Donnerstagabend bei 3sat, ließ uns hinter die Kulissen schauen.
Es gibt wohl keinen Klub in Berlin und vielleicht ganz Deutschland, der so sexpositiv ist. Es gibt entsprechende Partys, Fetisch-Ecken und viele Plätze so sexuelle Eigenarten.
Viele sind erotisch gekleidet oder fast gar nicht bekleidet. Man trifft sich zum Sex und kann dort Dinge tun, die man im Alltag nicht ausleben kann oder will. Und eigentlich ist es erstaunlich, dass so eine Doku überhaupt entstehen konnte. Dass die Filmemacher scheinbar tatsächlich ein relativ ungeschöntes Porträt dieses Clubs drehen konnte.
Wir lernen zum Beispiel DJ Don Basti und seine Freundin Nora kennen. Sie berichten von Depressionen, Körpergefühl und neuer Selbstsicherheit. Megan, eine ehemalige Köchin und heutige Domina, erzählt von sexueller Selbstbestimmung – und davon, dass die Schutzmechanismen des Clubs hin und wieder auch an Grenzen stoßen. Wir erfahren dann auch tatsächlich von Momenten, wo Grenzüberschreitungen passiert sind.
Das KitKat ist ein Mythos. Und wenn man diese Menschen da so feiern sieht, bekommt man den Eindruck, es handele sich um eine andere Welt. Eine Gesellschaft, die in eine andere, ausgelassene, aufgeladene Welt flieht, und alles andere blenden sie aus.
Das Interessante an Mythen ist aber auch, dass, wenn man plötzlich so einen Einblick bekommt, der Mythos verloren geht. Und man plötzlich weiß, dass man eigentlich nicht so wirklich was verpasst hat, wenn man niemals dort war.
-> Die Doku bei 3sat (bis 7. Oktober 2033)
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