Monsieur Robert kennt kein Pardon

Es gibt ja viele Leute, die sagen, der deutsche Film sei grundsätzlich mies. Viele mögen dafür französische Komödien.
Hier haben wir ein Beispiel eines vollkommen vergurkten Films, der von vorn bis hinten einfach nur furchtbar schlecht ist: „Monsieur Robert kennt kein Pardon“.

Er langjährige Lehrer Robert Poutifard (Christian Clavier) erreicht endlich seinen Ruhestand. Eines lässt ihm aber keine Ruhe: Immer wieder erinnert er sich an drei besonders nervige Schüler. Sie waren im Unterricht anstrengend und spielten ihm üble Streiche. Bis dahin, dass ihn wegen eines Streichs seine Freundin verlassen hat. Jetzt will er Rache.
Jetzt will er es seinen ehemaligen Schülern zeigen: zum Beispiel dem Sternekoch Anthony (Roby Schinasi) und der Pop-Sängerin Audrey (Kézia Quental). Er will ihnen und ihren Karrieren schaden.

Bei diesem Film von Pierre-François Martin-Laval weiß man gar nicht, wo man anfangen soll.
Vielleicht beim Kostüm und der Maske. Die sind einfach nur billig. In den ersten Minuten trägt Christian Clavier eine Haartracht, die so albern unecht sieht, dass man nur den Kopf schütteln kann. Das Staunen wächst, als die Handlung dann „20 Jahre später“ stattfinden soll. Denn Clavier sah in der Maske schon aus wie 70, und wie alt soll er jetzt bloß sein?
Hinzu kommt, dass seine Mutter sowohl in der 20-Jahre-Rückblende als auch im Hauptteil des Films, jünger aussieht als ihr Sohn. Was kein Wunder ist, denn Isabelle Nanty ist tatsächlich zehn Jahre jünger als Clavier. Und das sieht man.
Schlimmer noch: Alle spielen wie blödsinnige Knallchargen. Permanent spielen Mimik und Gestik bei vielen Darstellern verrückt, und bei Christian Clavier kommt noch eine albern-comedyhafte Synchronstimme hinzu, die ihn noch mehr zur Knallcharge macht. Bei Christian Clavier muss man sich sowieso fragen, ob er es wirklich nötig hat, immer wieder bescheuerte, nicht komische alte Männer zu spielen.
Die Handlung ist albern und bekloppt, der Rachefeldzeug überhaupt nicht lustig, sondern schlicht dumm-dämlich.
Drehbuch und Regie sind grottig, es gibt Anschlussfehler oder vollkommen unlogische Momente. In einer Szene beobachtet Robert etwas durch ein Fernglas, das er so gar nicht sehen kann.
Dieser Film ist eine Rundum-Bankrotterklärung, da gibt es tatsächlich kein Pardon, und warum das Ding von 2023 (!) hier überhaupt noch ins Kino musste, ist mir völlig schleierhaft.

-> Trailer auf Youtube
-> Der Film bei Amazon Prime Video

Monsieur Robert kennt kein Pardon
Frankreich 2023, Regie: Pierre-François Martin-Laval
24 Bilder, 80 Minuten, ab 12
1/10


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