Er hat es versucht. Immer und immer und immer und immer wieder. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Wile E. Coyote will den Road Runner fangen. Denn er ist lecker, glaubt Coyote.
Aber alle Produkte der Acme-Corporation haben nicht funktioniert. Sie gingen nach hinten los, die explodierten oder sie machten, was sie wollen. Nie das, was sie sollten.
Coyote war machtlos – aber das ist jetzt vorbei. Er nimmt sich einen Anwalt. Gemeinsam mit Kevin Avery (Will Forte) will er Acme herausfordern. Aber klar, die kämpfen mit allen Mitteln. Coyote aber auch.
Seit Jahrzehnten sorgen Coyote und Road Runner für sehr viel Spaß. Meep, meep! Der eine rennt, der andere jagt und scheitert. Jetzt gipfelt das in einem Film.
Die Geschichte dahinter ist schon spannend. Warner ließ den Film schon 2023 fertigstellen. Aber erst wurde der Kinostart durch den vom Barbie-Film ersetzt, dann war klar, dass Warner den Film gar nicht mehr ins Kino bringen wollte. „Coyote vs Acme“ wurde für eine Steuerabschreibung von rund 30 Millionen Dollar abgeschrieben. Zwei Jahre später erwarb die kleine Firma Ketchup Entertainment den Film, um ihn doch noch ins Kino zu bringen.
Und das ist gut so, denn der Film macht Spaß! Coyote ist frech, und es ist witzig, wie hier durch den Kakao gezogen wird, dass die Acme-Produkte nicht funktionieren.
Nebenher tauchen auch noch viele andere Figuren aus den Warner-Comics auf: Bugs Bunny ist dabei, Duffy Duck, Tweety und viele andere.
Im Laufe der Handlung zeigt sich, dass Coyote den Road Runner zwar fressen will, irgendwie aber doch eine Art Freundschaft existiert. Da ist der Film fast schon rührend.
Der Film lohnt sich definitiv, im Kino gesehen zu sehen – ein paar mehr klassische Jagdszenen hätten es aber schon noch sein können.
Coyote vs. Acme
USA 2023, Regie: Dave Green
Capelight Pictures, 103 Minuten, ab 6
7/10
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