Der Banküberfall beim Juwelier verlief für Alex (Max von der Groeben) und seinem Vater Karlo (Florian Lukas) zufriedenstellend, aber nun sind sie auf der Flucht. Sie retten sich in einen Reisebus.
Dabei handelt es sich um eine Gruppe von jungen Leuten mit körperlichen und geistigen Einschränkungen. Sie fahren mit ihren Betreuerinnen, darunter Polly (Mala Emde) in den Urlaub. Durch eine Verwechslung glauben sie, dass Alex ein neuer Patient und Mitreisender ist und Karlo sein Betreuer, der unbedingt mit muss.
Alex und Karlo müssen sich nun irgendwie in die Gruppe einfügen, was mehr oder weniger gelingt…
Die Reisegruppe hat „Das gewisse Etwas“, jeder und jede dort hat spezielle Eigenheiten, und die gilt es unter einen Hut zu bringen. Auch Alex und Karlo müssen lernen, damit umzugehen, wobei Alex schnell merkt, dass er gut mit diesen Menschen zusammenleben kann.
Es ist mitunter rührend und oft auch lustig zu sehen, was die Gruppe so anstellt. Die Jungs und Mädels sind direkt, sie sind unverschämt, aber auch herzensgut.
Besonders innovativ ist der Film dabei aber nicht, denn er bedient am Ende alle Hebel, die erwartbar sind. Diebe schleichen sich ein, sind überfordert, sehen dann aber, was das für tolle Menschen sind. Alle werden Freunde, aber dann… Cliffhanger, Schreckmoment.
Das ist übrigens die Stelle, wo man als Zuschauer den Eindruck bekommt, dass gute 15 Minuten rausgeschnitten wurden. Dass die Gruppe für Alex kämpft, kommt wahnsinnig unvermittelt, und eigentlich möchte man erst mal sehen, was dazwischen geschah. Das ist ein echtes Manko.
Dennoch ist der Film kurzweilig, er macht auch Spaß, und die Schwächen des Drehbuch lassen sich geflissentlich übersehen.
Das gewisse Etwas
D 2026, Regie: Marc Rothemund
Constantinfilm, 105 Minuten, ab 6
7/10
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