MO 24.08.2026 | Netflix
Die Schule nervt. Oder eher: Die anderen in der Schule nerven. Felipe (Miguel Lallo) ist 17, und er ist dick. Deshalb wird er gehänselt.
Aber jetzt sind Ferien, und jetzt hat er seine Ruhe, kann machen, was er will. Und wenn es nur Fernsehen ist.
Zur Ruhe wird er jedoch nicht kommen. Seine Mutter teilt ihm fast schon nebenbei mit, dass der Nachbarsjunge Caio (Diego Lira) für 15 Tage bei ihnen einziehen wird. Denn seine Eltern wollen ihn nicht alleine lassen.
Früher haben Felipe und Caio oft zusammen gespielt. Inzwischen nicht mehr, und beiden wissen nicht so genau, warum. Heimlich aber ist Felipe in ihn verliebt. Doch so ein Schönling wird doch niemals Zeit mit ihm verbringen…
Felipe ist der Verzweiflung nahe.
Der brasilianische Film „15 Tage sind für immer“ basiert auf den gleichnamigen Roman von Vitor Martins. Er läuft auf Netflix.
Wir begleiten Felipe durch diese aufregenden 15 Tage. Er leidet unter dem Mobbing, aber eigentlich mag er sich selbst auch nicht so richtig. Er geht ungern schwimmen, weil er sich nicht zeigen will, weil er nicht selbstbewusst genug ist. Auch deshalb schaut er neidisch auf Caio, weil er das Gegenteil von ihm ist. Aber Caio ist es auch, der ihm zeigt, dass all das nicht nötig ist, dass er sich selbst ruhig mögen darf.
Deshalb handelt dieser Film nicht nur von der ersten Liebe, sondern auch davon, sich selbst zu mögen.
Miguel Lallo füllt diese Hauptrolle in diesem Film hervorragend aus. Die Selbstzweifel und die Unsicherheit. Der Film hat Witz, auch rührende Momente, und er ist irgendwie auch ein bisschen märchenhaft. Aber eigentlich ist es auch genau das, was wir in diesen Zeiten brauchen: positive Energie.
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